Fury lässt Zukunft offen: Kein Rückkampf gegen Usyk?

Verlor nach vier Jahren seinen WM-Titel: Tyson Fury (l.) (FAYEZ NURELDINE)
Verlor nach vier Jahren seinen WM-Titel: Tyson Fury (l.) (FAYEZ NURELDINE)

Der entthronte Box-Weltmeister Tyson Fury hat seine Zukunft und einen möglichen Rückkampf gegen seinen Bezwinger Alexander Usyk offengelassen. Wie der Schwergewichtler in Riad nach seiner knappen Punktniederlage im Vereinigungskampf gegen den Ukrainer sagte, werde er mit seiner Familie beraten, ob er die vertraglich vereinbarte Klausel für ein zweites Duell ziehen werde.

"Ich werde Urlaub machen, nach Hause fahren, es mit meiner Frau und meinen Kindern besprechen und dann sehen, was ich tun will", sagte Fury, der seinen WM-Gürtel des Verbandes WBC an Usyk verloren hatte. Noch im Ring hatte er einen Rückkampf für Oktober angekündigt, ruderte aber zurück: "Ich werde in ein paar Monaten 36 Jahre alt. Ich habe geboxt, seit ich ein Kind war. Also ist es, wie es ist."

Fury war bereits mehrfach zurückgetreten, unter anderem hatte er nach seinem Sieg gegen Wladimir Klitschko 2015 durch Drogen-und Dopingeklats für Aufsehen gesorgt. 2018 war er nach zweieinhalb Jahren Pause zurückgekehrt, gewann 2020 den WBC-Gürtel und kassierte im Duell um den Titel des unumstrittenen Weltmeisters gegen Usyk nun seine erste Niederlage im 36. Profikampf.

"Wo soll das alles enden? Hundert Kämpfe und ein Hirnschaden, in einem Rollstuhl? Ich bin mir nicht sicher", sagte Fury, der jedoch auch anmerkte: "Aber eines ist sicher, wenn ich das Spiel immer noch liebe - und ich hatte Spaß dabei, ich hatte wirklich Spaß - dann werde ich es auch weiterhin tun."