Giro: Topsprinter Milan spurtet zum nächsten Sieg

Jonathan Milan ist der beste Sprinter beim Giro (LUCA BETTINI)
Jonathan Milan ist der beste Sprinter beim Giro (LUCA BETTINI)

Der italienische Radprofi Jonathan Milan hat die elfte Etappe des Giro d'Italia gewonnen. Nach 207 weitgehend flachen Kilometern von Foiano di Val Fortore nach Francavilla al Mare setzte sich der 23-Jährige vom Team Lidl-Trek vor Kaden Groves aus Australien und dem Italiener Giovanni Lonardi im Massensprint durch.

Milan feierte seinen zweiten Etappensieg bei der Rundfahrt und baute seine Führung in der Punktwertung aus. Der ursprüngliche Tageszweite Tim Merlier aus Belgien wurde nachträglich - wohl wegen unsauberer Fahrweise im Sprint - auf den letzten Platz des Pelotons zurückversetzt.

"Es geht nicht nur um den Sieg am Ende, sondern um all die Arbeit, die mein Team heute geleistet hat", sagte Milan im Ziel: "Das macht mich sehr glücklich, es war heute unglaublich."

Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) wurde als bester Deutscher Achter. Die restlichen deutschen Fahrer um Routinier Simon Geschke (Cofidis), der am Dienstag noch mit einem starken sechsten Rang überzeugt hatte, hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.

Die Gesamtwertung der 107. Italien-Rundfahrt wird weiter souverän von Topstar Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) angeführt. Dahinter liegen Daniel Martinez vom deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall (+2:40 Minuten) und Geraint Thomas (Ineos-Grenadiers/+2:56).

Vor dem Start der Etappe hatte das niederländische Spitzenteam Visma-Lease a Bike den nächsten herben Rückschlag verkraften müssen. Toptalent Cian Uijtdebroeks fehlt der Equipe ab sofort krankheitsbedingt. Er ist bereits der vierte Fahrer des Teams, der den Giro vorzeitig aufgeben muss.

Gleich zu Beginn setzte sich dann eine Dreiergruppe um Edoardo Affin, Tim van Dijke (beide Visma-Lease a Bike) und Thomas Champion von Cofidis ab. Die Ausreißer hielten sich lange vorne, wurden aber knapp 35 km vor dem Ziel wieder vom Peloton eingeholt.

Weiter geht es bereits am Donnerstag mit einer 193 Kilometer langen Etappe von Martinsicuro nach Fano. Auf klassikerähnlichem Profil fehlen die langen Anstiege, es sind aber jede Menge giftiger kleiner Hügel zu bezwingen. Ausreißergruppen dürften sich große Chancen auf den Tagessieg ausrechnen.