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Handballer verzichten bei Bronzegewinn auf Rathausempfang

Das historische Rathaus in Köln (IMAGO/Gladys Chai von der Laage)
Das historische Rathaus in Köln (IMAGO/Gladys Chai von der Laage)

Deutschlands Handballer werden auch im Falle des Gewinns der Bronzemedaille auf einen Empfang im historischen Rathaus der Stadt Köln verzichten. Das teilte der Deutsche Handballbund (DHB) knapp eine Stunde vor Beginn des kleinen Finals gegen Schweden am Sonntag (15.00 Uhr/ARD und Dyn) mit.

Die Entscheidung sei bereits am Samstag gefallen. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte die deutsche Delegation nach dem verlorenen Halbfinale gegen Dänemark (26:29) für Montagvormittag eingeladen, um einen möglichen Medaillengewinn zu feiern.

"Wir wissen die Einladung der Oberbürgermeisterin sehr zu schätzen, aber solch ein Empfang fühlt sich für uns aus mehrerlei Gründen nicht richtig an", sagte Kapitän Johannes Golla und ergänzte: "Bronze wäre ein großartiger Abschluss, aber wir sind damit nicht am Ende unseres Weges. Deshalb gehören wir noch nicht auf einen solchen Empfang."

Zudem, so der DHB, hätten die vergangenen Wochen mit elf Spielen seit Jahresbeginn viele Kräfte gekostet. Mehrere Spieler seien angeschlagen. "Wir hätten unserer Nationalmannschaft gern gemeinsam mit der Stadt Köln die verdiente Bühne gegeben, aber das hätte ein Ereignis für die Spieler sein müssen – und deren klar formulierten Wunsch akzeptieren wir", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. Die Entscheidung spreche letztlich für das Team, "in Zukunft den maximalen Erfolg erreichen zu wollen", sagte Kromer.