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Hannover siegt nach langer Pause wegen Tennisbällen

Zieler darf trotz Fehler und Fanprotest jubeln (IMAGO/Noah Wedel)
Zieler darf trotz Fehler und Fanprotest jubeln (IMAGO/Noah Wedel)

Begleitet von erneut massiven Fanprotesten gegen den Einstieg von Investoren im deutschen Profifußball hat Hannover 96 seine Aufstiegshoffnungen befeuert. Das Team von Trainer Stefan Leitl gewann sein Heimspiel in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den Abstiegskandidaten Hansa Rostock mit 2:1 (1:1) und rückte auf fünf Punkte an den Relegationsplatz heran. Für insgesamt rund 20 Minuten musste die Partie unterbrochen werden, nachdem fortlaufend Tennisbälle von den Tribünen auf das Spielfeld geflogen waren.

Marcel Halstenberg (78.), der kurz vor dem Abpfiff wegen Nachtretens die Rote Karte sah, sorgte für den zweiten Sieg nacheinander. Ein Eigentor von Kevin Schumacher (4.) hatte den Favoriten in Führung gebracht, ehe Kai Pröger (45.+5) zwischenzeitlich der Ausgleich gelang. Rostock liegt nach dem Erfolgserlebnis gegen Elversberg in der Vorwoche weiter auf dem Relegationsplatz.

Sportlich erwischte Hannover einen Traumstart, Schumacher fälschte die erste Ecke des Spiels von Geburtstagskind Derrick Köhn ins eigene Tor ab. Danach entstand wegen den Protesten kaum Spielfluss. Hannover ging mit der kuriosen Situation etwas besser um und erarbeitete sich ein Chancenplus. Der Ausgleich von Pröger nach fatalem Fehlpass von Ron-Robert Zieler kam aus dem Nichts. Insgesamt dauerte die erste Halbzeit gut 65 Minuten.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein intensiver Abnutzungskampf im Mittelfeld, Andreas Voglsammer scheiterte bei der besten Chance zunächst allein vor Markus Kolke (70.). Dann drückte Halstenberg eine erneute Ecke von Köhn am zweiten Pfosten über die Linie. In der Schlussphase musste Zieler noch einige Male retten.