Heldt übernimmt Ruhnerts Posten bei Union Berlin

Heldt (l.), damals noch in Köln tätig, und Ruhnert (Matthias Koch via www.imago-images.de)
Heldt (l.), damals noch in Köln tätig, und Ruhnert (Matthias Koch via www.imago-images.de)

Nach dem knapp geschafften Klassenerhalt stellt sich Union Berlin auf der Position des Sportchefs neu auf. Wie die Eisernen am Dienstagabend mitteilten, übernimmt Horst Heldt (54) die Funktion des Geschäftsführers Profifußball von Oliver Ruhnert. Dieser kehre "auf eigenen Wunsch" nach sechs Jahren auf die Position des Chefscouts zurück.

"Wir werden personell neu aufgestellt in die neue Saison starten. Mit Horst Heldt konnten wir einen erfahrenen Bundesliga-Manager für uns gewinnen, der im Sommer zu uns stoßen wird, aber bereits jetzt in alle Planungen eingebunden ist", sagte Union-Präsident Dirk Zingler: "Oliver Ruhnert bleibt uns erhalten, wird eng mit Horst Heldt zusammenarbeiten und die Kaderplanung für die neue Spielzeit vorantreiben."

Dem 52-jährigen Ruhnert, der Heldt aus der gemeinsamen Zeit bei Schalke 04 kennt, gelte "unser aller Dank für seinen Einsatz in den letzten Jahren", so Zingler weiter. Ruhnert gilt er als Architekt des Aufschwungs, der mit dem Bundesliga-Aufstieg 2019 begann und im Champions-League-Einzug 2023 gipfelte.

"Wir haben hier bei Union mit vereinten Kräften ungeahnte Erfolge errungen und stehen jetzt vor der sechsten Bundesligasaison. All das hat sehr viel Kraft gekostet, aber es ist eine Zeit, die ich niemals missen möchte", sagte Ruhnert, der seinen Nachfolger Heldt "nach besten Kräften unterstützen" werde.

Ex-Profi Heldt gewann 2007 als Sportdirektor mit dem VfB Stuttgart die deutsche Meisterschaft, später war er in verantwortlicher Position für Schalke 04, Hannover 96 und seinen Heimatklub 1. FC Köln (bis 2021) tätig.

Union hatte in der abgelaufenen Saison zwei Trainer verschlissen: Zunächst musste der langjährige Erfolgscoach Urs Fischer nach einer Niederlagenserie gehen, vor dem vorletzten Bundesliga-Spieltag dann Nenad Bjelica. Unter Interimstrainer Marco Grote gelang die Rettung durch ein 2:1 am letzten Spieltag gegen den SC Freiburg.