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Moch verpasst Podest knapp - Hennig Zehnte

Friedrich Moch stürmt auf Platz vier (JURE MAKOVEC)
Friedrich Moch stürmt auf Platz vier (JURE MAKOVEC)

Skilangläufer Friedrich Moch hat zum Auftakt des Weltcups im kanadischen Canmore nur knapp das Podest verpasst, mit Platz vier aber erneut für ein Topergebnis in seiner bislang besten Saison gesorgt. Im schweren Massenstartrennen über 15 km im freien Stil fehlten dem 23-Jährigen aus Isny im Allgäu letztlich nur 0,8 Sekunden zu Platz drei.

Moch, der bei der Tour de Ski zum Jahreswechsel überraschend Zweiter geworden war, musste sich im Zielsprint knapp dem Österreicher Mika Vermeulen geschlagen geben. Pyeongchang-Olympiasieger Simen Hegstad Krüger gewann souverän mit 9,8 Sekunden Vorsprung auf Weltcup-Spitzenreiter Harald Östberg Amundsen (beide Norwegen), Moch lag 11,1 Sekunden zurück.

Zuvor waren die Olympiasiegerinnen Katharina Hennig und Victoria Carl im Frauenrennen deutlich am Podestplatzierung vorbeigelaufen. Hennig (Oberwiesenthal) kam über 15 km als beste deutsche Starterin auf den zehnten Platz, Carl (Zella-Mehlis) landete auf Rang zwölf.

Die US-Amerikanerin Jessie Diggins sicherte sich beim "halben Heimspiel" in Nordamerika ihren fünften Saisonsieg und baute damit die Führung im Gesamtweltcup aus. Die Favoritin setzte sich in der Kleinstadt westlich von Calgary mit 2,6 Sekunden Vorsprung auf die Französin Delphine Claudel durch, Dritte wurde die Norwegerin Heidi Weng (+3,3).

Hennig hatte in der ersten großen Verfolgergruppe 15,0 Sekunden Rückstand. Sie lief ebenso ein mutiges Rennen wie Carl (+16,6), die zur Halbzeit des Rennens geführt hatte. Hennig und Carl waren in diesem Winter jeweils zweimal auf das Podest gestürmt, Carl hatte sogar im Dezember in Trondheim ihren ersten Weltcupsieg gefeiert.

Ursprünglich war in Canmore für Freitag ein Einzelstartrennen über 10 km geplant gewesen. Weil jedoch Technik für die Zeitmessung verspätet nach Kanada geliefert worden war, hatte der Weltverband FIS auf einen Massenstart umgestellt. Auch das Gepäck der deutschen Mannschaft war verspätet eingetroffen.

Am Samstag folgen in Canmore Sprints, am Sonntag Klassik-Massenstarts über 20 km.