Italien wütend: Azzurri erhalten "Lektion in Sachen Fußball"

Enttäuscht nach Abpfiff: Gianluigi Donnarumma (KENZO TRIBOUILLARD)
Enttäuscht nach Abpfiff: Gianluigi Donnarumma (KENZO TRIBOUILLARD)

Gianluigi Donnarumma wuchs beinahe über sich hinaus, der italienische EURO-Held parierte ein ums andere Mal - doch die Niederlage und die spanische "Lektion" für den Titelverteidiger konnte auch er nicht verhindern. "Natürlich hat Spanien hohe Qualität. Sie haben sehr viel Druck gemacht", gab der 25-Jährige nach dem 0:1 (0:0) gegen den Rekordeuropameister zu - und betonte: "Wir sind wütend."

Italien habe "enttäuscht", schrieb der Corriere dello Sport. La Repubblica sah ein "gedämpftes Italien", das gegen ein "frischeres und schnelleres Spanien" noch "viel höher" hätte verlieren müssen. Und die Gazzetta dello Sport wertete die Pleite nach dem Auftakterfolg gegen Albanien (2:1) einzig als "Lektion in Sachen Fußball" für die Squadra Azzurra.

Lange brachte Donnarumma die spanischen Jungstars zur Verzweiflung. Der Keeper machte mehrere hochkarätige Chancen zunichte, ehe ihn sein eigener Abwehrspieler Riccardo Calafiori überwand (55.). Nach dem Abpfiff sank der italienische Schlussmann enttäuscht zu Boden.

Während die Spanier vorzeitig den Achtelfinal-Einzug perfekt machten, benötigt Italien in der Gruppe B mindestens ein Remis am Montag (21.00 Uhr) gegen Kroatien, um sicher weiterzukommen. "Das Schicksal liegt noch in unseren Händen, wir dürfen uns nicht verrückt machen", sagte Donnarumma und forderte: "Wir müssen alles auf die nächste Partie setzen und gewinnen. Gegen Kroatien werden wir sicher ein ganz anderes Spiel zeigen."