Jung bei Olympia dabei - Krajewski siegt beim CHIO

In Paris dabei: Michael Jung und Chipmunk (IMAGO/Stefan Lafrentz)
In Paris dabei: Michael Jung und Chipmunk (IMAGO/Stefan Lafrentz)

Der dreimalige Vielseitigkeits-Olympiasieger Michael Jung hat sich beim CHIO in Aachen frühzeitig eine Nominierung für die Olympischen Spiele verdient. Nach starker Dressurprüfung und fehlerfreiem Springen erhielt er mit Chipmunk vor dem Geländeritt vom Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) Dispens, er musste sich also nicht mehr für eine Nominierung für Paris (26. Juli bis 11. August) beweisen.

Der 41-Jährige hätte als Führender gute Aussichten gehabt, eine Bestmarke beim CHIO zu erreichen: Mit seinem dritten Triumph hätte er Vielseitigkeits-Rekordsiegerin Ingrid Klimke eingeholt. Das wäre "natürlich schön gewesen", gab Jung zu, er wolle sich aber "auf das Hauptziel dieses Jahr" fokussieren.

Olympiasiegerin Julia Krajewski gewann mit dem jungen Nickel, es war nach 2018 ihr zweiter Aachen-Sieg. "Hier in Aachen wieder an der Tafel zu stehen, ist etwas ganz Besonderes", sagte Krajewski im WDR. Auch Bundestrainer Peter Thomsen war "super stolz", gab ihr aber noch keine Olympia-Garantie.

Als zweiter Reiter ist wohl Christoph Wahler mit Carjatan für Paris gesetzt. Er gab nach der Hälfte der Geländestrecke in Absprache mit dem Bundestrainer auf. Das sei geplant worden, "um die Bedingungen hier zu nutzen und das Pferd nochmal zu belasten, aber nicht zu überziehen - im Hinblick hoffentlich auf Paris, wenn jetzt alles gut ist", sagte Wahler.

In der Nationenwertung war Deutschland durch schwache Ergebnisse im Springen von Jung und Wahler mit ihren Zweitpferden vor dem Finale weit zurückgefallen, Großbritannien gewann den Wettkampf. Deutschland wurde mit Jung, Wahler, Sandra Auffarth und Jerome Robine noch Vierter.

Die Vielseitigkeitsreiter mussten in Aachen noch um die Olympia-Plätze konkurrieren. Fast alle Kandidatinnen und Kandidaten, die auf der Longlist stehen, traten an. Die Entscheidung von Thomsen soll am Sonntag fallen. Er muss drei Starterpaare und ein Reservepaar nominieren.