Körperverletzungsprozess gegen Zverev hat in Berlin begonnen

Der Gerichtssaal beim Prozessbeginn am Freitag (Odd ANDERSEN)
Der Gerichtssaal beim Prozessbeginn am Freitag (Odd ANDERSEN)

Vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat am Freitag ein Prozess wegen des Vorwurfs der Körperverletzung gegen Tennisprofi Alexander Zverev begonnen. Dem 27-Jährigen wird eine Tat zum Nachteil seiner ehemaligen Freundin im Mai 2020 vorgeworfen. Die Anklage wurde zu Prozessbeginn verlesen.

Die Verteidigung des Olympiasiegers wies den Vorwurf am Freitag zurück. Dieser fuße auf Behauptungen, sei nicht belastbar und widersprüchlich, sagte Rechtsanwalt Alfred Dierlamm. Zverevs persönliches Erscheinen war nicht nötig, da es sich um ein Strafbefehlsverfahren handelt. Die Anwesenheit des gebürtigen Hamburgers, der derzeit bei den French Open in Paris weilt, war auch vom Gericht nicht angeordnet worden.

Das Berliner Amtsgericht hatte in der Sache im Oktober 2023 einen Strafbefehl gegen Zverev erlassen und eine Geldstrafe von 450.000 Euro festgesetzt. Da Zverev Einspruch gegen den Strafbefehl einlegte, kam es nun zum Prozess vor dem Berliner Amtsgericht.

Zverev beteuert seine Unschuld und weist alle Vorwürfe zurück, für ihn gilt die Unschuldsvermutung. "Am Ende des Tages glaube ich an das deutsche System und an die Wahrheit. Ich weiß, was ich getan habe und was ich nicht getan habe. Ich glaube, dass keine Chance besteht, dass ich diesen Prozess verliere", sagte er im Vorfeld der French Open.