Kabayel will deutsches Boxen "wieder auf die Karte bringen"

Am Samstag in Riad gefordert: Agit Kabayel (IMAGO/Moritz Mueller)
Am Samstag in Riad gefordert: Agit Kabayel (IMAGO/Moritz Mueller)

Die Schwergewichts-Hoffnung Agit Kabayel (31) will Boxen in Deutschland wieder populär machen - und sieht seine kurdischen Wurzeln dabei nicht als Hindernis. "Als Kabayel mit kurdischem Hintergrund hat man es schwerer als jemand, der 'deutsch-deutsch' ist. Nichtsdestotrotz mache ich mir daraus nichts, ich bekomme extrem viel Support aus Deutschland. Aber es müssten mal alle zusammenhalten, weil wir Deutschland wieder auf die Karte im Boxsport bringen", sagte Kabayel im DAZN-Interview.

Der gebürtige Bochumer tritt am Samstag im Vorfeld des Vereinigungskampfes zwischen Tyson Fury und Alexander Usyk im größten Fight seiner Karriere gegen den Kubaner Frank Sanchez (31) an. Der Sieger erhält höchstwahrscheinlich die Chance auf einen WM-Kampf. Der große Kampfabend steigt im saudi-arabischen Riad.

"Warum können wir nicht, wie die Klitschko-Brüder es damals getan haben, das Boxen wieder in Deutschland beleben und hierher bringen?", sagte Kabayel, es gebe "genug Support und Fans, die wollen, dass mal wieder ein Kampf in Deutschland stattfindet." Kabayel (24 Siege in 24 Kämpfen) will dabei mithelfen, dafür wäre ein Sieg gegen den ungeschlagenen Sanchez hilfreich. "Ich freue mich auf die Herausforderung, um zu zeigen, was möglich ist", sagte Kabayel.