Karriereende von Dalera nach Paris? "Habe ich noch nie gesagt"

Dressur-Traumpaar: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera (BEHROUZ MEHRI)
Dressur-Traumpaar: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera (BEHROUZ MEHRI)

Die deutsche Spitzenreiterin Jessica von Bredow-Werndl hat Gerüchte über ein angeblich beschlossenes Karriereende ihrer Wunderstute Dalera nach den Olympischen Sommerspielen zurückgewiesen. Dass ihre 17 Jahre alte Trakehnerstute in Paris ihren letzten Wettkampf bestreiten werde, habe sie "noch nie in meinem ganzen Leben gesagt", stellte die zweifache Olympiasiegerin vor den deutschen Meisterschaften in Balve (6. bis 9. Juni) klar.

Wann der Zeitpunkt für Daleras letzte Kür gekommen sei, "entscheide ich von Turnier zu Turnier", sagte von Bredow-Werndl, der vorzeitige Entschluss über den Abschied ihrer "besten Freundin" aus dem Turniersport würde ihren Fokus zur falschen Zeit verschieben: "Wenn ich mir jetzt vornehme, dass das ihre letzte Prüfung ist, könnte ich das emotional gar nicht bewältigen."

Die aktuell beste Dressurreiterin der Welt will bei der Entscheidung ganz auf ihre Gefährtin hören. "Dalera sagt mir, wann ihre letzte Prüfung ist", erklärte sie, "ich sage es ihr nicht".

Mit Dalera gelang der Weltranglistenersten 2019 der Vorstoß in die Weltspitze im Dressurreiten. Seitdem gewann das Traumpaar sechs EM-Titel, fünf deutsche Meistertitel, zwei Weltcupfinals und zweifaches Olympia-Gold in Tokio 2021. Bei den Sommerspielen in Paris (26. Juli bis 11. August) gelten die beiden als Favoriten auf Gold.

Zunächst wird von Bredow-Werndl weiterhin voll auf ein Pferd setzen, anstatt schonmal eine Nachfolge für Dalera bei den kommenden Turnieren zu testen. "Das habe ich überlegt, habe mich aber dagegen entschieden, um mich voll auf sie zu konzentrieren", sagte von Bredow-Werndl.