Kein "Traumtänzer": Calmund warnt vor verfrühtem Jubel

Bremst die Euphorie vor dem Finale: Reiner Calmund (IMAGO/Robert Schmiegelt)
Bremst die Euphorie vor dem Finale: Reiner Calmund (IMAGO/Robert Schmiegelt)

Atalanta Bergamo nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum Triple? Davon will Bayer Leverkusens langjähriger Manager Reiner Calmund nichts wissen. "Ich gehöre nicht zu den Traumtänzern, die herumlaufen und sagen: Naja, wir sind voll im Zug, haben über 50 Spiele nicht verloren", betonte der 75-Jährige vor dem Finale der Europa League am Mittwoch (21.00 Uhr/RTL) in Dublin.

Es sei keineswegs so, "dass wir sagen: Wer ist denn da, den wir mal locker abfertigen?" ergänzte Calmund. Die Erfolgsserie von 51 Pflichtspielen ohne Niederlage bringe dem deutschen Meister, der zudem im DFB-Pokalfinale am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) in Berlin auf den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern trifft, natürlich "Selbstvertrauen, aber wir müssen auch den Gegner ernst nehmen. Es ist schwieriger. Ich drücke aber alle Daumen."

Sein größter Wunsch hat sich durch den Gewinn der Meisterschaft nach etlichen Vizetiteln ohnehin bereits erfüllt. Er habe immer gesagt, dass die Meisterschale "einmal vorbeikommen" solle, "damit ich sie als alter Sack nochmal streicheln kann. Das war für mich der ganz entscheidende Titel", sagte Calmund, der voller Optimismus auf die kommende Saison blickt.

Die jüngsten Erfolge sorgten für "Selbstvertrauen und dicke Muskeln". Die Mannschaft werde zum Großteil zusammengehalten, der Verein sei gefestigt und für die nächsten Aufgaben gerüstet, sagte Calmund.

Dazu schwärmte er von Alonso. Der Spanier sei "ein überragender Trainer, der auch das Team hinter dem Team würdigt. Das ist eine ganz tolle Einheit geworden."