Keine BBL-Lizenz für Karlsruhe - maximal ein Aufsteiger

Schlechte Kunde für die Karlsruhe Lions (IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Hoepner)
Schlechte Kunde für die Karlsruhe Lions (IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Hoepner)

Die PS Karlsruhe Lions haben keine Lizenz für die kommende Saison der Basketball Bundesliga (BBL) erhalten. Damit kann der Klub, der im Play-off-Halbfinale der 2. Liga (ProA) steht, auch bei sportlicher Qualifikation (Finalteilnahme) nicht aufsteigen.

Da Karlsruhe gegen Phoenix Hagen um den Einzug in die Finalserie spielt, wird es in diesem Jahr maximal einen Aufsteiger geben. Hagen hat sich nicht um einen Platz im Oberhaus beworben. Der Sieger des zweiten Halbfinalduells zwischen den Römerstrom Gladiators Trier und den Fraport Skyliners Frankfurt geht voraussichtlich hoch, beide haben die Lizenz bekommen. Trier allerdings nur "unter Auflagen und auflösenden Bedingungen".

"Die notwendigen Strukturen für die 1. Liga, um den erforderlichen Mindestetat von 3,5 Millionen Euro für die Teilnahme am Erstliga-Spielbetrieb stemmen zu können, haben wir noch nicht vollständig aufgebaut", sagte Paul Alshut, kaufmännischer Leiter in Karlsruhe. Die BBL verfolge "einen überaus stringenten Kurs, was die finanzielle Ausstattung der Kandidaten betrifft".

Die Lions visieren nach dem Rückschlag weiter den Aufstieg an. "Für uns bedeutet die Entscheidung der BBL, dass wir weiter hart an der Entwicklung unserer Strukturen arbeiten werden und uns Stück für Stück die Anforderungen der 1. Bundesliga erarbeiten", sagte Danijel Ljubic, Sportlicher Leiter des Klubs.

Da es wohl nur einen Aufsteiger geben wird, ist denkbar, dass die BBL erneut ein Wildcard-Verfahren durchführt. Darum könnten sich die Absteiger Tigers Tübingen und Hakro Merlins Crailsheim bewerben.