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Kuss-Skandal: Staatsanwaltschaft fordert Haft für Rubiales

Rubiales sorgte bei der WM der Frauen für einen Skandal (THOMAS COEX)
Rubiales sorgte bei der WM der Frauen für einen Skandal (THOMAS COEX)

Dem früheren spanischen Verbandspräsidenten Luis Rubiales droht nach dem Kuss-Skandal im Rahmen der Fußball-WM der Frauen eine Gefängnisstrafe. Die spanische Staatsanwaltschaft fordert zweieinhalb Jahre Haft für den 46-Jährigen, der die Nationalspielerin Jennifer Hermoso nach dem WM-Finalsieg bei der Siegerehrung übergriffig auf den Mund geküsst hatte. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die in Kopie der Nachrichtenagentur AFP vorliegen.

Zudem soll Rubiales, dem sexueller Übergriff und Nötigung vorgeworfen werden, nach Willen der Staatsanwaltschaft eine Entschädigung von mindestens 50.000 Euro an Hermoso zahlen. Der Vorfall vom 20. August 2023, wenige Minuten nach dem WM-Triumph der Spanierinnen in Australien, hatte international für Empörung gesorgt. Unter Druck war Rubiales im September von seinem Amt zurückgetreten, der Weltverband FIFA sperrte den Spanier für drei Jahre.

SYDNEY, AUSTRALIA - AUGUST 20: Spanish football federation president Luis Rubiales kisses Aitana BONMATI of Spain after Spain beat England in the final of the FIFA Women's World Cup Australia & New Zealand 2023 at Stadium Australia on August 20, 2023. (Photo credit should read Chris Putnam/Future Publishing via Getty Images)
Luis Rubiales hatte mit einem Kuss bei der WM 2023 für einen Skandal gesorgt (Bild: Chris Putnam/Future Publishing via Getty Images)

Gegen Rubiales wird zudem in einem gesonderten Verfahren wegen Korruption im Zusammenhang mit seiner Verbandstätigkeit ermittelt. Der Ex-Präsident hält sich seit einiger Zeit in der Dominikanischen Republik auf, wo er für nationale Verbände tätig ist - aufgrund seiner FIFA-Sperre vornehmlich für Baseball.