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Langeweile? Mitnichten! Potsdam und Stuttgart im Dauerduell

Stuttgart gegen Potsdam ist zum Dauerduell geworden (IMAGO/Sandy Dinkelacker)
Stuttgart gegen Potsdam ist zum Dauerduell geworden (IMAGO/Sandy Dinkelacker)

Drei Duelle in sieben Tagen: Die Wege der Dauerrivalen SC Potsdam und Allianz MTV Stuttgart kreuzen sich immer häufiger - in allen Wettbewerben. Diesmal benötigt Potsdam eine Aufholjagd.

Potsdam/Köln (SID) Einen Blick in den Kalender werfen die Spielerinnen aktuell nicht, auch die Fans kennen die Route inzwischen in- und auswendig. Denn der kommende Gegner ist bestens bekannt - weil immer wiederkehrend: Zum dritten Mal binnen einer Woche trifft der SC Potsdam auf die Allianz MTV Stuttgart. Das Duell der Dauerrivalen elektrisiert den deutschen Frauen-Volleyball, auf nationaler und internationaler Bühne.

Nachdem Stuttgart vor einer Woche das Hinspiel der Play-offs in der Champions League mit 3:0 für sich entschieden hatte, schlug Potsdam am Samstag eindrucksvoll zurück: Das letzte Spiel vor der Bundesliga-Zwischenrunde ging mit 3:0 an das Team von Riccardo Boieri, das im Champions-League-Rückspiel am Mittwoch (19.00 Uhr/sportdeutschland.tv) vielleicht ein Wunder, mit Sicherheit aber eine grandiose Aufholjagd braucht.

Wie stehen die Chancen auf das Weiterkommen? "50:50", sagte Greta Kiss, Außenangreiferin des SC Potsdam, dem SID. "Ich hoffe einfach, dass wir den besseren Tag erwischen." Um noch ins Viertelfinale einzuziehen, muss der SC in eigener Halle einen Entscheidungssatz - den "Golden Set" - erzwingen. Und das geht nur mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg.

Doch mitten in die "Stuttgarter Woche" platzte am Freitag eine Schocknachricht für Potsdam herein. Die Volleyball Bundesliga (VBL) zog dem Vizemeister im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens sechs Punkte ab, hinzu kommt noch eine finanzielle Strafe. Das sei "nicht einfach" gewesen, erklärte SC-Kapitänin Kristina Guntschewa. Doch der jüngste Sieg habe gezeigt, "wie stark wir als Kollektiv sind".

Die Spielerinnen haben die Sanktion also vorerst abgehakt. VBL-Geschäftsführer Daniel Sattler sagte im SID-Gespräch: "Ich hoffe, dass wir uns für den Rest der Saison wieder auf das Sportliche konzentrieren können." Das seit Jahren geprägt ist von der Rivalität zwischen Potsdam und Stuttgart: 2022 und 2023 setzte sich jeweils der Klub aus Schwaben im VBL-Finale durch. Auch dieses Jahr spricht vieles für eine Neuauflage. Wird es da nicht etwas langweilig? "Mitnichten!", stellte Sattler klar: "Wir freuen uns über einen attraktiven Wettbewerb und sichtbar spannende Spiele."

Die Potsdamerinnen tankten beim 3:0-Sieg Selbstvertrauen für die weiteren Duelle. "Denn so haben wir zum Beispiel schon mit Blick auf das DVV-Pokalfinale gezeigt, dass wir Stuttgart gefährlich werden können", sagte die ungarische Nationalspielerin Kiss über das Endspiel am 3. März - das jedoch erst das drittnächste Aufeinandertreffen sein wird. Denn auch am 17. Februar in der VBL-Zwischenrunde müssen die Dauerrivalen keinen Blick in den Kalender werfen.