In letzter Sekunde: BHC rettet Punkt im Abstiegskampf

BHC und Lemgo Lippe teilen sich die Punkte (IMAGO/nordphoto GmBH / Meuter)
BHC und Lemgo Lippe teilen sich die Punkte (IMAGO/nordphoto GmBH / Meuter)

Der Bergische HC hat die Minimalchance auf die Sicherung des sportlichen Klassenerhalts in der Handball-Bundesliga gewahrt. BHC-Linksaußen Noah Beyer rettete den abstiegsbedrohten Gastgebern beim 31:31 (15:16) am 32. Spieltag gegen den TBV Lemgo Lippe mit einem Treffer in der Schlusssekunde einen Punkt. Dadurch bleibt der HC Erlangen auf Platz 16 mit zwei Zählern Abstand noch in Reichweite.

Der Ausgleichstreffer von Beyer, der mit zehn Toren und einer perfekten Wurfquote bester Torschütze der Partie war, war jedoch stark umstritten. Beyer hatte beim Fangen des vorangegangenen Passes mit einem Fuß im Aus gestanden, was die TV-Bilder zeigten. Dem Schiedsrichter-Duo lag bei der Videoüberprüfung aber nur eine Einstellung vor, auf der der Fuß verdeckt war, sodass der Treffer zählte.

Der BHC benötigt nun noch mindestens einen Sieg aus den verbliebenen zwei Partien, um an Erlangen vorbeizuziehen, hat in diesen Spielen allerdings schwere Brocken vor sich. Am 33. Spieltag steht ein Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten Füchse Berlin an, beim abschließenden Heimspiel empfängt der BHC mit der SG Flensburg-Handewitt den Tabellendritten.

Durch den möglichen Lizenzentzug des HSV Hamburg könnte allerdings selbst der 17. Rang noch zum Ligaverbleib reichen. Die Hamburger hatten aus finanziellen Gründen keine Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten, wollen diese Entscheidung aber noch vor einem unabhängigen Schiedsgericht revidieren lassen.

Im zweiten Spiel am Pfingstsonntag hatte zuvor der VfL Gummersbach die Rhein-Neckar Löwen 31:26 (15:15) besiegt und bleibt somit als Sechster weiter im Rennen um die internationalen Plätze. Der Gummersbacher Dominik Mappes war mit sieben Toren bester Werfer der Partie, in der sich die Gastgeber zu Spielbeginn zunächst mit einem Rückstand konfrontiert sahen, den Löwen Mitte der zweiten Hälfte aber schließlich enteilten.