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Maier kritisiert FIS-Präsident Eliasch: "Ruiniert Skisport"

DSV-Sportdirektor Maier kritisiert scharf (IMAGO/Ulrich Wagner)
DSV-Sportdirektor Maier kritisiert scharf (IMAGO/Ulrich Wagner)

DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier hat FIS-Präsident Johan Eliasch und dessen Zukunftspläne scharf kritisiert. "Durch die Position eines FIS-Präsidenten ruiniert er diesen Skisport. Zu dieser Aussage stehe ich bei allen Themen", sagte der 63-Jährige im Rahmen des letzten Weltcups der Saison in Saalbach-Hinterglemm im BR24Sport-Interview: "Natürlich macht er es nicht alleine, er hat viele Helfer dazu. Das ist das, was das Problem für uns ist."

Im Skisport tobt ein Machtkampf zwischen der FIS und den Nationalverbänden. Eliasch steht schon länger mit seinen Ideen in der Kritik, die Vermarktung ist der wichtigste Streitpunkt. Der FIS-Chef will diese zentralisieren, bislang vermarkten die Verbände ihre Weltcups selbst.

Einen Bruch zwischen den Nationalverbänden und der FIS kann sich der DSV-Sportdirektor mittlerweile gut vorstellen. "Das wäre mir ehrlich gesagt ganz recht", so Maier: "Man muss irgendwann mal klare Kante zeigen." Man könne nicht immer nur Kompromisse eingehen, "es geht eigentlich nur um die Wirtschaftlichkeit."

Deshalb hätte Maier "kein Problem damit, wenn die Europäer sagen: 'Okay, wir machen uns jetzt selbstständig'". Schließlich könne das auch ein Signal an Eliasch sein. "Ich glaube, dass die Verbände viel eher bereit sind, einen Kompromiss oder eine Lösung zu finden, als das der FIS-Präsident ist", sagte Maier.