Mainz rettet sich: Henriksen lässt 05er jubeln

Mainz bleibt erstklassig (IMAGO/Susanne Hübner, Susanne Huebner)
Mainz bleibt erstklassig (IMAGO/Susanne Hübner, Susanne Huebner)

Karnevalsparty im Mai: Der FSV Mainz 05 hat sich am letzten Bundesliga-Spieltag gerettet und geht damit in seine 16. Saison in Serie auf der ganz großen Fußball-Bühne. Die Mannschaft von Trainerheld Bo Henriksen beseitigte im Fernduell mit Union Berlin durch ein nervenaufreibendes 3:1 (1:1) beim VfL Wolfsburg alle Zweifel am Klassenerhalt und ließ sich anschließend von den mitgereisten Fans feiern.

Brajan Gruda (24.), Sepp van den Berg (72.) und Jonathan Burkhardt (85.) trafen zum Abschluss einer wilden Saison für die Mainzer, das Tor von Kevin Paredes (18.) war für Wolfsburg zu wenig.

Eigentlich schien Mainz im Winter schon mausetot zu sein, doch Henriksen hat die "Nullfünfer" als Nachfolger von Bo Svensson mit nun neun Spielen in Serie ohne Niederlage eindrucksvoll wiederbelebt. Pünktlich zum letzten Spieltag hatten sie nicht mehr auf einem der letzten drei Plätze gestanden, erst zum dritten Mal in dieser Saison - und nun haben sie den Matchball auch verwandelt.

"Wir wollen es selbst regeln", hatte Henriksen vor der Partie gesagt - doch Mainz begann zunächst ziemlich nervös und unsicher. Erst nach dem frühen Gegentreffer kämpften sie sich besser in die Partie, nach einem Ballverlust von Lovro Majer schalteten die Gäste dann konsequent und schnell um - der Ausgleich von Gruda war zu diesem Zeitpunkt dennoch schmeichelhaft. Aber noch vor der Pause kam Mainz zu weiteren guten Chancen, während die Wölfe etwas nachließen.

Nach der Pause nahm die Spannung in Wolfsburg von Minute zu Minute zu, Mainz wollte ja keinen möglicherweise verheerenden Fehler machen. An der Seitenlinie tigerte Henriksen immer wieder nervös durch seine Coachingzone, während von den Fans aufmunternde Gesänge durch die Arena hallten. Doch die Initiative lag meist bei den Wölfen, Mainz ließ sich immer wieder in die Defensive drängen.

Plötzlich war Mainz dann aber fast aus dem Nichts zur Stelle, van den Berg scheiterte zunächst per Kopf, verwandelte dann aber den Abpraller - und ließ die Fans so eskalieren. Burkhardt beseitigte alle Zweifel.