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Matthäus: So geht Hoeneß jetzt vor

Der FC Bayern hat eine enttäuschende Saison hinter sich - und eine unsichere Zukunft vor sich.

In der Vergangenheit habe der deutsche Rekordmeister in vergleichbaren Situationen „sehr viel Geld in die Hand genommen und die Probleme beseitigt“, meinte Lothar Matthäus im Interview mit dem Spiegel.

Der Ex-Bayern-Profi bezweifelt aber, dass diese Strategie auch im Sommer 2023 wieder eine Option ist: „Ist dieses Geld jetzt auch da? Nach der Pandemie, nach einigen Jahren ohne durchschlagenden Erfolg in der Champions League? Nach einigen Fehlinvestitionen?“

Beim FC Bayern, der am letzten Bundesliga-Spieltag mit zwei Punkten hinter Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund liegt, stimme „das Gesamtkonstrukt nicht mehr“. Zuletzt hatte Matthäus die Verpflichtung von Sadio Mané scharf kritisiert.

Matthäus: Hoeneß hat eine Standleitung in den Klub

Bei einer möglichen Neuausrichtung des Klubs sieht Matthäus vor allem Uli Hoeneß und den früheren Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge in der Verantwortung.

„Uli wird sich mit Rummenigge austauschen. Sie werden über neue Spieler sprechen, vielleicht auch über neues Führungspersonal“, meinte der Rekordnationalspieler: „Kalle lebt immer noch in München, sie werden auch darüber nachdenken, wie sie dem FC Bayern gemeinsam helfen können.“

Hoeneß habe „übertrieben gesagt, eine Standleitung in den Klub, tauscht sich mit Oliver Kahn und vor allem mit Hasan Salihamidzic aus. Manche Spieler haben seine Nummer. Er freut sich über jeden Anruf, jede Info, jede Nachricht.“ Mit Blick auf Kahn verdichten sich die Anzeichen auf einen vorzeitigen Abschied.

Vor allem die Transferpolitik der letzten Jahre sei ein Problem, erklärte Matthäus weiter. Zwar habe man in die Verteidigung investiert, aber keinen passenden Nachfolger für Robert Lewandowski gefunden. „So viel Geld für Verteidiger auszugeben und keinen Mittelstürmer zu haben, das würde mich nachdenklich machen“, sagte der heutige TV-Experte.