McEnroe: "Nachtschicht" hat Mitschuld an Djokovic-Verletzung

Am Boden: Novak Djokovic (Bertrand GUAY)
Am Boden: Novak Djokovic (Bertrand GUAY)

Der frühere Tennis-Topstar John McEnroe hat die späten Ansetzungen bei den French Open scharf kritisiert und gibt den Organisatoren damit eine Mitschuld für das Verletzungs-Aus von Novak Djokovic. "Was mit Novak passiert ist, hat auch damit zu tun, dass er bis drei Uhr auf dem Platz stehen musste", sagte der 65-Jährige auf SID-Nachfrage bei einem Pressegespräch des TV-Senders Eurosport.

"Wann war Novak nach dem Match im Bett? Um sieben?", sagte McEnroe: "Das ist nicht gut für unseren Sport. Novak ist 37. LeBron James würde man im NBA-Finale nie bis drei Uhr spielen lassen. Ich weiß nicht, was sie sich dabei denken." Generell seien die so späten Matches für McEnroe "fürchterlich, einfach ein Witz".

Der serbische Grand-Slam-Rekordsieger Djokovic hatte sein Drittrundenmatch gegen den Italiener Lorenzo Musetti erst um 3.07 Uhr am Sonntagmorgen gewonnen - so spät endete noch kein Spiel in der Geschichte von Roland Garros. Im Achtelfinale verletzte sich Djokovic gegen den Argentinier Francisco Cerundolo am Knie, gewann zwar noch in fünf Sätzen, auf das Viertelfinale gegen den Norweger Casper Ruud musste der 37-Jährige aber verzichten.

Für die Fans in der Arena sieht McEnroe ebenfalls nichts Gutes an den Spielen bis weit nach Mitternacht - auch Alexander Zverev hatte den Matchball gegen Holger Rune im Achtelfinale erst um 1.40 Uhr verwandelt. "Wenn sie wenigstens für eine vernünftige Heizung sorgen würden, damit es statt 14 zumindest 20 Grad sind", sagte der frühere Weltranglistenerste.