Nagelsmann begrüßt Regeländerung: "Wird zu viel gelabert"

Bundestrainer Julian Nagelsmann (Bild: TOBIAS SCHWARZ)
Bundestrainer Julian Nagelsmann (Bild: TOBIAS SCHWARZ)

Julian Nagelsmann begrüßt die neue Regel gegen Rudelbildung beim Fußball, befürchtet allerdings Anlaufschwierigkeiten bei deren Umsetzung. "Generell finde ich die Regel gut, es wird einfach zu viel gelabert im Fußball, auch von mir, nicht nur von den Spielern", sagte der Bundestrainer am Sonntag im deutschen EM-Quartier in Herzogenaurach und ergänzte: "Wenn dadurch die Nettospielzeit von 53 auf 70 Minuten hoch geht, wäre es schön."

Bei der EURO dürfen nach strittigen Szenen nur noch die Kapitäne direkt beim Schiedsrichter reklamieren. Ihre jeweiligen Mitspieler sollen sich zurückhalten und werden bestraft, wenn sie den Unparteiischen bedrängen. Die Regel galt bereits im Champions-League-Finale am Samstag zwischen Borussia Dortmund und Real Madrid (0:2) und sorgte dort für Wirbel.

Neue Uefa-Regel: Bei der Euro 2024 in Deutschland darf sich nur noch der Teamkapitän beim Schiedsrichter beschweren. (Bild: Getty Images)
Neue Uefa-Regel: Bei der Euro 2024 in Deutschland darf sich nur noch der Teamkapitän beim Schiedsrichter beschweren. (Bild: Getty Images)

Nagelsmann warb um Verständnis für die Profis. "Es ist nicht so ganz leicht, seine Verhaltensweise zu ändern. Wir haben die Spieler sensibilisiert, dass sie es auch bei den Testspielen umsetzen, damit wir keine unnötigen Karten bekommen. Aber es wird vielleicht manchmal nicht vermeidbar sein."

Für die Trainer, weiß Nagelsmann, sind Gelbe Karten bei der EURO "unfassbar teuer", außerdem sehe er sich als "Vorbild", das sich zurückhalten müsse. Weil ihm am Rande des Platzes aber die Bewegung als Ventil fehle, falle dies auch ihm mitunter schwer, gab er zu.