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Nach Nike-Deal: Politik kritisiert DFB scharf

Wirtschaftsminister Robert Habeck (TOBIAS SCHWARZ)
Wirtschaftsminister Robert Habeck (TOBIAS SCHWARZ)

Der Ausrüsterwechsel des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) von Adidas zu Nike hat auch die Politik auf den Plan gerufen - es hagelt Kritik. "Ich kann mir das deutsche Trikot ohne die drei Streifen kaum vorstellen. Adidas und Schwarz-Rot-Gold gehörten für mich immer zusammen. Ein Stück deutscher Identität. Da hätte ich mir ein Stück mehr Standortpatriotismus gewünscht", teilte Wirtschaftsminister Robert Habeck auf AFP-Anfrage mit.

Die Abkehr von Adidas nach über 70 Jahren zum US-Giganten Nike hält Gesundheitsminister Karl Lauterbach bei X "für eine Fehlentscheidung, wo Kommerz eine Tradition und ein Stück Heimat vernichtet". Der DFB wird ab 2027 von Nike für acht Jahre ausgestattet und soll dafür rund 100 Millionen pro Jahr kassieren.

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow findet das "seltsam". Wenn Adidas oder Puma ein Markenzeichen für deutsche Qualität seien, "dann würde ich mich freuen, wenn das die Nationalmannschaft auch mit deutscher Qualität nach außen werbend zeigt", sagte Ramelow bei RTL/ntv. "Diese Reduzierung ausschließlich auf Geld und Dollarzeichen geht mir echt auf die Nerven. Dafür brauche ich keinen Patriotismus."