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Play-offs: Wissenswertes zu den letzten EM-Tickets

Will mit Polen zur EM: Robert Lewandowski (JANEK SKARZYNSKI)
Will mit Polen zur EM: Robert Lewandowski (JANEK SKARZYNSKI)

Zwölf Teams, ein Ziel: In den Play-offs werden in den kommenden Tagen die letzten drei Tickets für die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland (14. Juni bis 14. Juli 2024) vergeben. Schafft es Robert Lewandowski mit seinen Polen noch zur EM-Endrunde? Gelingt Fußball-Zwerg Luxemburg der große Coup? Was machen die Teams aus Israel und der Ukraine? Der SID hat Wissenswertes zu den EM-Play-offs zusammengestellt.

MODUS: Drei sogenannte "Wege" führen zur EM. Sowohl in Weg A als auch in Weg B und Weg C stehen jeweils drei Halbfinalspiele auf dem Programm. So wird das Zwölferfeld am Donnerstag zunächst auf die Hälfte reduziert. Die sechs Sieger erreichen schließlich die drei Endspiele, die dann am kommenden Dienstag ausgetragen werden. Die Rechnung ist also einfach: Nur die drei Teams, die ihre beiden Spiele gewinnen, springen noch auf den EM-Zug auf und sind beim Mega-Event im Sommer dabei.

DUELLE: Auf "Weg A" stehen sich zunächst Wales und Finnland sowie Polen und Estland gegenüber. Der Sieger des Viererturniers wird dann EM-Vorrundengruppe D komplettieren. Dort warten Frankreich, Österreich und die Niederlande auf ihren letzten Kontrahenten. Auf "Weg B" duellieren sich am Donnerstag Bosnien-Herzegowina und die Ukraine sowie Israel und Island. Der Sieger gruppiert sich bei der EM in die E mit Belgien, Slowakei und Rumänien ein. "Weg C" bestreiten die Teams aus Georgien, Luxemburg, Griechenland und Kasachstan. Auf den Gewinner dieses Strangs warten bei der EM die Türkei, Portugal und Tschechien in der Vorrundengruppe F.

STARS: Größter Name ist natürlich Robert Lewandowski. Eine EM in Deutschland ohne den polnischen Superstürmer ist kaum vorstellbar. Mit Estland und danach Wales oder Finnland warten allerdings kniffelige Aufgaben auf den langjährigen Bundesliga-Torjäger, der inzwischen für den FC Barcelona seine Tore schießt. Und sonst? Nicht viel. Erwähnt seien hier vielleicht noch Ukraine-Stürmer Mychajlo Mudryk vom FC Chelsea (4 Tore in 21 Ligaspielen in dieser Saison) und der alternde Waliser Aaron Ramsey, der pünktlich zu den Play-offs sein Comeback für die Löwen geben könnte,.

MÄRCHEN: Das Potenzial für ein echtes EM-Märchen schlummert an mehreren Stellen. So dürfen mit Luxemburg, Bosnien-Herzegowina, Georgien, Kasachstan, Estland und Israel gleich sechs Teams von ihrer Premiere auf der größten kontinentalen Fußball-Bühne hoffen. Eine erfolgreiche Qualifikation Luxemburgs wäre dabei ganz sicher die ultimative Überraschung: Kapitän Laurent Jans von Waldhof Mannheim und seine Mitspieler brennen darauf, den Fußabdruck des 660.000-Einwohner-Staats an den kommenden Tagen in der EM-Geschichte zu verewigen.

SICHERHEIT: Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser wird die EM-Play-offs mit einem Auge verfolgen. "Sicherheit hat die höchste Priorität", sagte die Politikerin mit Blick auf das Turnier im Sommer. Faeser weiß: Sollte die Ukraine oder Israel eines der letzten EM-Tickets ergattern, dürfte sich die Sicherheitslage beim Turnier noch einmal verschärfen.