Pogacar gewinnt auch zweite Giro-Bergankunft

Jubelt über seinen dritten Tagessieg: Tadej Pogacar (LUCA BETTINI)
Jubelt über seinen dritten Tagessieg: Tadej Pogacar (LUCA BETTINI)

Tadej Pogacar hat beim Giro d'Italia erneut die Muskeln spielen lassen. Der slowenische Rad-Superstar vom Team UAE Emirates setzte sich am schwierigen Schlussanstieg der 8. Etappe fast schon spielerisch im Sprint durch und baute seine Führung in der Gesamtführung mit dem dritten Tagessieg weiter aus. Pogacar liegt nun 2:40 Minuten vor seinem ärgsten Verfolger Daniel Felipe Martinez (Bora-hansgrohe), der sich am Samstag Platz zwei sicherte.

Nach 153 km von Spoleto nach Prati di Tivo trat Pogacar rund 200 m vor dem Ziel an. Martinez suchte das Hinterrad des zweimaligen Tour-de-France-Siegers, mehr gelang dem Kolumbianer aber nicht mehr. Zeitgleich auf Rang drei kam der Australier Ben O'Connor (Decathlon AG2R La Mondiale).

"Ich habe es heute nicht erwartet", sagte Pogacar im Siegerinterview: "Wir sind als Team gut gefahren. Das Team hat einen guten Job gemacht, vor allem Rafal." Sein Helfer Rafal Majka hatte Pogacar zuvor in eine perfekte Position gebracht.

Dank der Bonussekunden für den Sieg distanzierte Pogacar Martinez im Gesamtklassement um weitere vier Sekunden. Pogacar hatte bereits die erste Bergankunft auf der zweiten Etappe bei der diesjährigen Italien-Rundfahrt für sich entschieden sowie das Zeitfahren am Vortag.

Am Samstag hielt sich der 25-Jährige im Peloton zunächst zurück, vor allem Majka führte Pogacar dann den 14,6 km langen Schlussanstieg hinauf. Mehrere Attacken auf dem letzten Kilometer der Konkurrenz erstickte Pogacar im Keim, bevor er selbst das Tempo anzog.

Zuvor hatte sich zu Beginn des Rennens eine Fluchtgruppe abgesetzt. Zu dieser gehörten auch die Deutschen Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) und Routinier Simon Geschke (Cofidis). Die Ausreißer wurden jedoch rund 10 km vor der vom Etappenrennen Tirreno-Adriatico bekannten Bergankunft gestellt; auch, weil Maximilian Schachmann für Bora-hansgrohe im Peloton mächtig Tempo machte.

Die letzten Kilometer aber kontrollierte Pogacars UAE-Team. Pogacar, der dem Double aus Giro- und Tour-Sieg nachjagt, trat dann aus dem Windschatten von Majka und fuhr zum Sieg.

Die 9. Etappe am Sonntag führt über 206 km von Avezzano nach Neapel. Danach folgt der erste Ruhetag.