Reul stellt polizeiliche Drohnenabwehr bei EM vor

Herbert Reul (l.) und Hendrik Wüst (M.) in Neuss (IMAGO/Oliver Langel Duesseldorf Germany)
Herbert Reul (l.) und Hendrik Wüst (M.) in Neuss (IMAGO/Oliver Langel Duesseldorf Germany)

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat vor dem Länderspiel zwischen Deutschland und Griechenland die polizeilichen Maßnahmen zur Drohnenabwehr bei der Fußball-EM vorgestellt. "Mit Drohnen kann man heute Menschen gefährden. Ich kann sagen, dass wir super vorbereitet sind, auch wenn es 100 Prozent Sicherheit nie geben wird", sagte Reul bei dem Termin in Mönchengladbach.

Vor allem gewöhnliche Transportdrohnen, mit denen etwa gefährliche Gegenstände transportiert werden können, gelten als Gefahr. Die Polizei setzt zur Bekämpfung etwa auf Störsender und Flugverbotszonen. "Wir haben lange überlegt, ob wir das öffentlich machen. Aber ich glaube, dass es klug ist, weil die Leute alle darüber reden, was in solchen Fällen passiert", sagte Reul.

Die Gefahr sei schließlich real. "Es gibt Drohnen überall für kleines Geld. Und mit kleinen Drohnen kann man alles Mögliche machen", sagte Reul. Details zur geplanten Bekämpfung wollte er aber nicht verraten: "Ein guter Kartenspieler lässt sich auch nicht in die Karten schauen."

Am Donnerstag hatte Reul bereits gemeinsam mit Ministerpräsident Hendrik Wüst das "International Police Cooperation Center" (IPCC) in Neuss besucht. Dort sind während der EM rund 300 Einsatzkräfte stationiert.