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Rodel-Weltmeister Langenhan in Oberhof auf Platz zwei

Langenhan fährt in Oberhof auf Platz zwei (IMAGO/)
Langenhan fährt in Oberhof auf Platz zwei (IMAGO/)

Max Langenhan bremste, um zu gewinnen. Letztlich reichte es aber nur zu Platz zwei. In Oberhof hat der Rodel-Weltmeister seinen nächsten Heimsieg knapp verpasst. Nach den Erfolgen bei der WM und beim Weltcup in Altenberg musste sich der 24-Jährige aus Friedrichroda dem Letten Kristers Aparjods geschlagen geben. Der Sieger war bei warmen Temperaturen von Platz 17 im ersten Lauf nach vorne gefahren und hatte von der weicher werdenden Bahn profitiert.

"Man merkt es sofort, wenn man losfährt, dass man super schwer im Eis liegt, weil die Oberfläche so weich ist. Wir haben uns dann ein paar Sachen einfallen lassen, der Felix (Loch, d.Red.) hat hochgefunkt, dass ich doch mal die Füße runternehmen soll", sagte Langenhan im Interview mit der ARD-Sportschau: "Ein bisschen zocken muss man eben bei dem Wetter." Nach Platz sieben im ersten Durchgang ging seine Taktik diesmal nicht ganz auf.

In der vergangenen Woche in Altenberg hatte Langenhan eine Aufholjagd von Platz 21 gekrönt. "Wir sind jetzt mal das Opfer des Wetters. Der Sieg für Kristers ist verdient", sagte der Gesamtweltcupführende, der seinen Vorsprung auf Verfolger Jonas Müller (Österreich/4.) aber noch ausbaute. Der dreimalige Olympiasieger Felix Loch (Berchtesgaden) kam auf Rang sieben und ärgerte sich über das "Wetterrennen".

"Ich kritisiere ja nicht oft, aber heute hätte man mal überlegen müssen, ob man nicht die Gesetzten vorne fahren lässt", sagte Loch: "Es ist ein bisschen lächerlich, wenn du im ersten Lauf schon bremsen musst, um im zweiten Lauf eine gute Startposition zu haben."

In der Teamstaffel raste Deutschland, für das Langenhan, Merle Fräbel sowie die Doppelsitzer Hannes Orlamünder/Paul Gubitz und Jessica Degenhardt/Cheyenne Rosenthal antraten, zum Sieg vor Lettland und Österreich. Im Weltcup stehen die deutschen Rodler damit an der Spitze.