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Taubitz gewinnt WM-Gold im Sprint

Julia Taubitz holt ihr erstes Gold bei dieser WM (JEFF PACHOUD)
Julia Taubitz holt ihr erstes Gold bei dieser WM (JEFF PACHOUD)

Die deutsche Top-Rodlerin Julia Taubitz hat bei der Heim-WM in Altenberg einen perfekten Auftakt hingelegt und Gold im Sprint gewonnen. Die 27-Jährige aus Annaberg-Buchholz triumphierte am Freitag vor der Schweizerin Natalie Maag und Elina Ieva Vitola aus Lettland. Bei den Männern verpasste Top-Favorit Max Langenhan dagegen den Titel: Der Führende im Weltcup wurde beim Erfolg von Pyeongchang-Olympiasieger David Gleirscher (Österreich) Zweiter.

Für Taubitz war es das zweite Sprint-Gold ihrer Karriere, im Vorjahr bei der WM in Oberhof hatte sie Silber gewonnen. Ihr sei ein "Felsen" vom Herzen gefallen, sagte Taubitz, die sich auch über den zweiten Platz ihrer langjährigen Trainingspartnerin Maag freute: "Bombastisch geil, besser geht es nicht."

Langenhan fehlten 0,070 Sekunden auf Gleirscher, der Überflieger haderte ein wenig mit den schlechten Bedingungen als letzter Starter. "Am Ende Silber ist doch auch total fantastisch. Ich freue mich trotzdem, das zählt", sagte er: "Wir sind eine Outdoor-Sportart, dann wird es mit dem Wetter manchmal schwierig." Für den weiteren Verlauf der WM hoffe er auf den "Wettergott", der "die Sonne schicken soll".

Dritter wurde der Lette Kristers Aparjods, der Titelverteidiger Felix Loch (Berchtesgaden) den letzten Platz auf dem Treppchen wegschnappte. Loch musste sich so mit dem vierten Rang zufriedengeben. David Nößler aus Schmalkalden und der Chemnitzer Timon Grancagnolo belegten die Plätze 14 und 15.

Die Titelkämpfe in Altenberg hatten mit einer Enttäuschung aus deutscher Sicht begonnen. Im Doppelsitzer-Sprint verpassten Tobias Wendl/Tobias Arlt und Co. die Medaillenränge klar. Hannes Orlamünder/Paul Gubitz (Schwarza/Zella-Mehlis) waren als Sechste noch die besten Deutschen, den WM-Titel holten überraschend die Letten Martins Bots/Roberts Plume. Die österreichischen Weltcup-Führenden Thomas Steu/Wolfgang Kindl wurden Zweite vor ihren Teamkollegen Juri Gatt/Riccardo Schöpf.

Die Olympiasieger Wendl/Arlt (Berchtesgaden/Königssee) belegten Platz sieben, Moritz Jäger/Valentin Steudte (Zella-Mehlis/Suhl) wurden Elfte.

"Das ist sauärgerlich, wir sind mächtig angefressen", sagte Wendl im ZDF: "Es war nicht der schönste Lauf, den wir gezeigt haben. Wir haben gewusst, es sind schwierige Bedingungen. Dass es so wird, hätten wir nicht gedacht."

Im Doppelsitzer der Frauen reichte es für die deutschen Starterinnen nicht zum Podium. Dajana Eitberger/Saskia Schirmer (Ilmenau/Berchtesgaden) wurden Fünfte, Elisa-Marie Storch/Pauline Patz (Suhl/Schmalkalden) Siebte. Die Europameisterinnen Jessica Degenhardt/Cheyenne Rosenthal (Altenberg/Winterberg) belegten den 14. und damit vorletzten Rang. Andrea Voetter/Marion Oberhofer (Italien) holten den Titel.

Im Frauen-Sprint wurde Merle Fräbel (Suhl) Siebte, die Olympiazweite Anna Berreiter aus Berchtesgaden kam als 13. ins Ziel.

Im Vorjahr bei der WM in Oberhof hatten die deutschen Rodler und Rodlerinnen in allen Sprintrennen Gold geholt. Wendl/Arlt wurden dort Zweite, den Titel gewannen Toni Eggert/Sascha Benecken, die nicht mehr aktiv sind.