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ROUNDUP: Ceconomy setzt mehr um - Verkauf in Schweden belastet Ergebnis

DÜSSELDORF (dpa-AFX) -Der Elektronikhändler Ceconomy DE0007257503 erntet die ersten Früchte seines Konzernumbaus. Die operativen Kennziffern verbesserten sich im zweiten Geschäftsquartal. So kamen mehr Kunden in die Läden von Media Markt und Saturn. Weiter positiv entwickelte sich auch das schnell wachsende Service-Geschäft mit Gerätereparaturen, Handy-Verträgen, Versicherungen und Geräte-Vermietungen. In der deutschsprachigen Region konnte Ceconomy Marktanteile gewinnen. Unter dem Strich weitete Ceconomy hingegen den Verlust aber aus - hier belastete der Verkauf der schwedischen Märkte. Die im Kleinwertesegment SDax DE0009653386 notierte Aktie fiel am Vormittag um fast sechs Prozent.

"Nach einem erfolgreichen Weihnachtsgeschäft im ersten Quartal zeigen unsere Maßnahmen auch im zweiten Geschäftsjahresquartal ihre positive Wirkung", kommentierte Vorstandschef Karsten Wildberger die Entwicklung. Ceconomy habe "bedeutende Fortschritte" bei seiner Transformation erzielt. Der Umsatz stieg in den Monaten Januar bis März um 5,6 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mitteilte.

Dabei profitierte Ceconomy von einem robusten Wachstum im stationären Geschäft, während die Online-Umsätze zurückgingen. Im größten Einzelmarkt Deutschland steigerte das Unternehmen Umsatz und Ergebnis. Wesentliche Treiber waren den Angaben zufolge Einsparungen in Marketing und Logistik, nachdem die beiden Marken Media Markt und Saturn zunehmend zusammen geführt werden. So gibt es etwa keine getrennten Werbungen mehr.

Analyst Volker Bosse von der Baader Bank schrieb in einer ersten Einschätzung mit Blick auf das stationäre Geschäft, Ceconomy erhole sich weiter von der Pandemie. Das bereinigte operative Ergebnis habe über den Erwartungen gelegen, dabei hätten Verbesserungen in Deutschland, aber auch in der Türkei das schwierige Marktumfeld insbesondere in Spanien und Italien ausgleichen können.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich im Konzern den Angaben zufolge um knapp 61 Prozent auf minus 23 Millionen Euro, blieb aber im roten Bereich. Hingegen wurde der Nettoverlust mit 15 Millionen Euro mehr als verdoppelt - hier belastete der Verkauf der schwedischen Märkte mit 68 Millionen Euro. Ceconomy hatte negative Effekte bereits angekündigt.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 bekräftigte das Unternehmen und geht weiter von einem währungs- und portfoliobereinigten leichten Umsatzanstieg sowie einer deutlichen Verbesserung des bereinigten operativen Gewinns aus.

Dieses Szenario sei weiterhin das wahrscheinlichere, erklärte Vorstandschef Wildberger. "Wir blicken trotz herausfordernder Rahmenbedingungen zuversichtlich auf das zweite Halbjahr", sagte er.