Sander: "Rücktritte haben Unruhe ins Team gebracht"

Andreas Sander in Kvitfjell (IMAGO/GEPA pictures/ Thomas Bachun)
Andreas Sander in Kvitfjell (IMAGO/GEPA pictures/ Thomas Bachun)

Der frühere Abfahrts-Vizeweltmeister Andreas Sander hält das Karriereende seiner Teamkollegen Thomas Dreßen und Josef Ferstl während der Saison für mitverantwortlich für das schlechte Abschneiden des deutschen Speed-Teams im Weltcup. Im Interview mit der FAZ sprach Sander zudem von mäßiger Stimmung in der Mannschaft.

"Die zwei Rücktritte mitten im Winter waren nicht so ohne. Beide sind lange Weggefährten von mir. Das hat auch Unruhe ins Team gebracht, mehr, als man denkt", sagte der 34-Jährige: "Deswegen ist es tatsächlich eine Saison zum Vergessen."

Sander hatte als bester Deutscher im Abfahrts-Weltcup nur Platz 36 belegt, für das Saisonfinale an diesem Wochenende in Saalbach-Hinterglemm hat sich kein deutscher Speedfahrer qualifiziert.

Sanders selbst habe während der Saison "immer die Frische gefehlt", für ihn auch eine Folge eines Trainingssturzes in Gröden. "Auch im Team lief es nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Es ist immer leichter, wenn die Stimmung gut ist", sagte Sander: "Letztes Jahr war ich selbst in der Lage, das Ruder herumzureißen, diesmal aber nicht."