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Schmid Vierte bei Flug-Premiere - Opseth mit Weltrekord

Katharina Schmid verpasste die 200-m-Marke (IMAGO/GEPA pictures/ Christian Moser)
Katharina Schmid verpasste die 200-m-Marke (IMAGO/GEPA pictures/ Christian Moser)

Katharina Schmid hat im ersten Weltcup-Skifliegen für Frauen das Podest ebenso wie die 200-m-Marke knapp verpasst. Die Rekord-Weltmeisterin landete am Monsterbakken in Vikersund auf dem vierten Rang unter den 17 Starterinnen, zum Treppchen fehlten umgerechnet gut 15 Meter. Der Tagessieg ging an die Norwegerin Eirin Maria Kvandal, die Slowenin Nika Prevc sicherte sich vorzeitig den Triumph im Gesamtweltcup.

In die Geschichtsbücher flog aber Silje Opseth: Die Norwegerin verbesserte im zweiten Durchgang mit einem Traumflug auf 230,5 m den Weltrekord der Slowenin Ema Klinec aus dem Vorjahr um 4,5 m. Opseth war in der Probe sogar auf 236,5 m gesegelt, stürzte aber. Trotz Schürfwunden im Gesicht trat Opseth zum Wettkampf an und holte den Rekord.

"Sie sah aus wie eine Boxerin nach einem Kampf. Sie ist einer der Besten und hat das gezeigt, ich freue mich für sie", sagte Schmid über die neue Rekordhalterin im ZDF. Mit ihrem eigenen Wettkampf war die Allgäuerin ebenfalls zufrieden: "Die 200 waren mir leider noch nicht vergönnt, aber jetzt hatte ich endlich mal das Gefühl des Fliegens."

Schmid landete bei 183,5 und 195,0 m und ärgerte sich nach der Landung sichtlich: Zum großen Ziel, erstmals in ihrer Karriere die magische Marke von 200 m zu knacken, hatte es auch am Morgen in der Probe nicht gereicht, der Wettkampf am Samstag war abgesagt worden. Die zweite deutsche Starterin Selina Freitag landete bei 165,0 und 169,5 m und belegte den 16. Platz.

Nicht zu schlagen war Kvandal mit Weiten von 202,0 und 212,0 m, damit gewann sie auch die Gesamtwertung der einwöchigen Raw-Air-Tour und ein Preisgeld in Höhe von 40.000 Euro. Das Podest komplettierten Opseth und Klinec.

Prevc genügte Rang elf, um nach 23 von 24 Wettkämpfen als Gewinnerin des Gesamtweltcups festzustehen. Zwei Tage nach ihrem 18. Geburtstag trat Prevc in die Fußstapfen ihres älteren Bruders Peter, der die große Kristallkugel im Winter 2015/16 geholt hatte.