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Schwimm-WM: Beck verpasst Medaille über 10 km deutlich

Verpasst das Podest deutlich: Leonie Beck (SEBASTIEN BOZON)
Verpasst das Podest deutlich: Leonie Beck (SEBASTIEN BOZON)

Leonie Beck hat bei der Schwimm-WM in Katar ihren ersten Freiwasser-Titel verloren und eine Medaille deutlich verpasst. Die 26-Jährige aus Würzburg, die seit zweieinhalb Jahren in Italien lebt und trainiert, schlug im Alten Hafen von Doha nach zehn Kilometern als 20. mit 45 Sekunden Rückstand an. Die Essenerin Jeanette Spiwoks erreichte im rund 20 Grad kalten Wasser Rang 16 und sicherte dem deutschen Team damit einen zweiten Olympia-Platz.

"Knapp 20 Grad ist sehr, sehr frisch. Zudem war es sehr wellig, da verliert man sehr viel Energie", sagte Beck, "in der letzten Runde bin ich stehen geblieben. Es war ein sehr hartes Rennen." Die Doppel-Weltmeisterin von 2023 hatte nach gut sieben Kilometern ihren Rückstand von 20 Sekunden wieder aufgeholt, verlor in der letzten der sechs Runden aber den Anschluss an die Spitze.

"Kaltes Wasser ist nicht so meins. Deswegen war es sehr wichtig, dass ich mich letztes Jahr in Fukuoka qualifiziert habe", sagte Beck mit Blick auf ihr Ticket für die Olympischen Spiele in Paris, das sie bereits im vergangenen Sommer in Japan - bei 26 Grad Wassertemperatur - gelöst hatte. "Jetzt ist es Platz 20, das ist nicht schlimm. Wenn es die Qualifikation gewesen wäre, wäre es sehr schlimm gewesen."

Gold ging an die niederländische Rio-Olympiasiegerin Sharon van Rouwendaal vor der Spanierin Maria de Valdes und der Portugiesin Angelica Andre. In Fukuoka hatte Beck nicht nur über zehn Kilometer triumphiert, sondern auch über die halbe Distanz. Über fünf Kilometer geht sie in Doha am Mittwoch (8.30 Uhr MEZ) an den Start. "Ich gebe mein Bestes. Es ist die halbe Strecke, vielleicht ist es nicht ganz so kalt", sagte sie.

Am Sonntag (8.30 Uhr MEZ) startet Olympiasieger Florian Wellbrock in die WM in der Wüste. Über zehn Kilometer ist der Magdeburger nach seinem Doppeltriumph von Japan ebenso bereits für Olympia qualifiziert wie der Frankfurter Oliver Klemet. Im Fokus stehen für Wellbrock die Beckenrennen in der zweiten Woche über 800 und 1500 m Freistil, bei denen er sein Paris-Ticket lösen will.