"Showman" Guardiola: "Ich tue es für die Kameras"

Guardiola im Gespräch mit seinen Spielern (OLI SCARFF)
Guardiola im Gespräch mit seinen Spielern (OLI SCARFF)

Starcoach Pep Guardiola hat eine unliebsame Reporterfrage mit reichlich Sarkasmus beantwortet. Warum er seinen Spieler Jack Grealish unmittelbar nach dem Abpfiff des Topspiels gegen den FC Arsenal (0:0) wild gestikulierend noch auf dem Platz kritisiert habe? "Ich tue es für die Kameras, für mein Ego", sagte der Teammanager des englischen Meisters Manchester City auf seiner Pressekonferenz am Dienstag über diese Angewohnheit und lächelte spöttisch.

"Ich bin die Berühmtheit in der Mannschaft, wenn ich gefilmt werde, kann ich gut schlafen, weil ich dabei eine unglaubliche Befriedigung verspüre", sagte Guardiola weiter. Auch versuche er "immer, die Spieler zu kritisieren und sie spüren zu lassen, wie schlecht sie sind". Und wenn etwa Stürmerstar Erling Haaland drei Tore erziele, "dann ist das mein Verdient, nicht das der Spieler".

Für die übertragenden TV-Sender hatte Guardiola daher einen "guten Rat" bei der Hand: "Hört auf uns zu filmen, dann gibt es auch kein Problem."

Dem Saisonendspurt sieht der Katalane (53) mit einer gewissen Anspannung entgegen. "Für jede Mannschaft geht es noch um was", sagte er, "die letzten Spiele werden schwierig zu managen." Dass City darin Erfahrung habe, nütze nichts, behauptete er. "Das zählt nichts mehr. Was zählt, ist Aston Villa." Der Tabellenvierte ist am Mittwoch (21.15 Uhr/Sky) der nächste Liga-Gegner von Manchester, das drei Punkte hinter Spitzenreiter FC Liverpool liegt.

Guardiola muss dann auf den verletzten Verteidiger Nathan Ake verzichten, wie er bestätigte. Auch Torhüter Ederson und Abwehrspieler Kyle Walker fallen weiter aus, John Stones könne "vielleicht" wieder spielen, sagte Guardiola.