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Sieg im Spitzenspiel: St. Pauli schüttelt Pokal-Aus ab

Oladapo Afolayan jubelt nach dem 2:0 (IMAGO/Andreas Hannig)
Oladapo Afolayan jubelt nach dem 2:0 (IMAGO/Andreas Hannig)

Beim FC St. Pauli geht wieder der Punk ab. Vier Tage nach dem dramatischen Aus im DFB-Pokal-Viertelfinale ist der Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga dem Aufstieg einen riesigen Schritt nähergekommen. Im Spitzenspiel bezwangen die wie aufgedreht spielenden Gastgeber die SpVgg Greuther Fürth verdient 3:2 (2:1) und liegen nun sieben Punkte vor dem dritten Platz.

Von Müdigkeit war nach dem Viertelfinal-Aus im Elfmeterschießen gegen Fortuna Düsseldorf zunächst keine Spur. Im Pokal hatte St. Pauli zögerlich gespielt, im Aufbau wirkte es gar wie gelähmt - am Samstag zeigten die Hamburger wieder Powerfußball von der ersten Minute an.

Früh köpfte Oladapo Afolayan (3.) an die Unterkante der Latte, spätestens Johannes Eggestein hätte bei einer von drei Chancen innerhalb weniger Minuten zur Führung treffen müssen. Dies gelang Elias Saad (30.) nach einem Fehler des Fürther Torhüters Jonas Urbig.

Keine Minute nach dem - durch einen Böllerwurf verzögerten - Wiederanpfiff führte ein abgefälschter Afolayan-Schuss zum 2:0, das Millerntor bebte. Fürth kam nach neun Spielen in Serie ohne Niederlage nicht hinterher, es wurde phasenweise überrannt.

Dann aber traf Armindo Sieb (44.) aus dem Nichts zum Anschluss und brachte die Gastgeber, deren Kräfte nachließen, ins Nachdenken. Fortan war Fürth vor 29.035 Zuschauern überlegen und drückte nach dem 2:2 durch Simon Asta (59.) sogar auf den Sieg. Aber Saads zweites Tor (81.) entschied das Spiel doch noch für St. Pauli.