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Skeleton: Grotheer verpasst Sieg im Gesamtweltcup

Christopher Grotheer verletzte sich im ersten Lauf (IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler)
Christopher Grotheer verletzte sich im ersten Lauf (IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler)

Skeleton-Rekordweltmeister Christopher Grotheer (Oberhof) hat beim Saisonabschluss in Lake Placid (USA) die Titelverteidigung im Gesamtweltcup verpasst. Weil der 31-Jährige mit Rang 17 sein schlechtestes Saisonergebnis ablieferte, reichte der Vorsprung von 75 Punkten auf Matt Weston (Großbritannien) nicht aus. Weston wurde beim Tagessieg des Chinesen Zheng Yin Vierter und hatte am Ende 29 Punkte Vorsprung auf Grotheer.

"Ich habe mich im ersten Lauf schon beim Start verletzt", sagte der sichtlich niedergeschlagene Grotheer im Ziel: "Das sind dann auch einfach zu viele Fehler, ich habe mich davon sehr verunsichern lassen." Im Vorjahr verwies er Weston noch mit 51 Punkten Rückstand auf Rang zwei.

Bester Deutscher in den USA war Felix Seibel (Hallenberg) auf Rang elf. Felix Keisinger (Königssee) und Axel Jungk (Oberbärenburg) belegten die Plätze 13 und 14. "Das war kein guter Abschluss der Saison, für das ganze Team nicht", sagte Keisinger zum durchwachsenen Ergebnis der deutschen Mannschaft.

Bei den Frauen beendete Jaqueline Pfeifer (Winterberg) die Saison mit einem fünften Rang und war damit die beste deutsche Athletin. Susanne Kreher (Oberbärenburg) wurde Zwölfte, Olympiasiegerin Hannah Neise (Winterberg) und Tina Hermann (Königssee) belegten die Ränge 13 und 14. Den Sieg im Gesamtweltcup sicherte sich die Niederländerin Kimberley Bos vor Kim Meylemans (Belgien).

Offen bleibt, ob es das letzte Rennen des amtierenden Weltmeisters gewesen ist. "Einfach mal schauen, mit der Familie absprechen", sagte Grotheer im Februar nach der erfolgreichen WM in Winterberg, bei der er sowohl im Einzel als auch im Mixed-Team mit Lokalmatadorin Hannah Neise Gold gewonnen hatte.