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Sorge über Rechtsextremismus: DFB-Chef ist "alarmiert"

Stellt sich gegen die AfD: Bernd Neuendorf (Ralf Ibing)
Stellt sich gegen die AfD: Bernd Neuendorf (Ralf Ibing)

Nach den Massendemonstrationen gegen Rechtsextremismus hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf mit klaren Worten Stellung bezogen und auch die AfD scharf kritisiert. "Der DFB betrachtet die Zunahme verfassungsfeindlicher Einstellungen und Bestrebungen sowie von Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung mit großer Sorge. Wir sind alarmiert", sagte der 62-Jährige der Neuen Westfälischen.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) trete "denjenigen entschieden entgegen, die menschenverachtende und verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgen", betonte der Chef des größten Einzelsportverbandes der Welt, der früher als SPD-Politiker tätig war: "Dazu zähle ich persönlich auch die AfD."

Zuletzt hatten mehrere Klubs und Profis ihre Reichweite in den Sozialen Medien genutzt und sich den landesweiten Protesten angeschlossen. Unter anderem Christian Streich forderte eine klare Haltung. "Wer jetzt nicht aufsteht, der hat nichts verstanden. Das steht außer jeder Frage. Es ist fünf Minuten vor zwölf", hatte der Trainer des SC Freiburg in der Vorwoche gesagt: "Wer jetzt nichts tut, hat in der Schule und in Geschichte nichts verstanden."

Ausgelöst worden waren die Debatte und die Kundgebungen durch ein Treffen von Parteimitgliedern der AfD und CDU mit Rechtsextremen in Potsdam, über das das Recherchezentrum Correctiv berichtet hatte. Dabei soll von Teilnehmern über die Deportation von Millionen Menschen gesprochen worden sein.