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Telegraph: IFAB wird Blaue Karte einführen

Eishockey-Schiedsrichtern steht die Zeitstrafe schon lange zur Verfügung (MICHAEL REAVES)
Eishockey-Schiedsrichtern steht die Zeitstrafe schon lange zur Verfügung (MICHAEL REAVES)

Gelb, Gelb-Rot, Rot! Und bald auch Blau? Die Regelhüter des International Football Association Boards (IFAB) werden Informationen der englischen Zeitung Telegraph zufolge am Freitag den Testlauf einer neuen Karte verkünden. In Anlehnung an beispielsweise Eishockey könnte ein Sünder dann auch im Fußball auf die Strafbank gesetzt werden.

Demnach seien im Pilotprojekt zehn Minuten Zwangspause als Vergehen für taktische Fouls vorgesehen, auch Meckern gegenüber dem Schiedsrichter oder der Schiedsrichterin könnte mit einer "Abkühlung" bestraft werden. Zwei Blaue Karten wären demnach (analog zu zwei Gelben Karten) ein Platzverweis. Auch die "Schwedenkarte" Blau-Gelb wäre dann möglich, das Gegenstück zum bisherigen Gelb-Rot.

Der Weltverband FIFA stellte am Donnerstagabend klar, dass Berichte über die Einführung der Blauen Karte in Eliteligen "nicht korrekt und voreilig" seien. Etwaige Versuche sollten "in verantwortungsvoller Weise auf niedrigere Ebene beschränkt" werden.

Solche Versuchsreihen könnten laut Telegraph diesen Sommer beginnen. Die Zeitung brachte den FA Cup und den FA Cup der Frauen als Experimentierfeld ins Gespräch. Zudem habe das IFAB eine Anleihe aus dem Rugby positiv beschieden: Demnach dürfte bei umstrittenen Entscheidungen künftig ausschließlich der Kapitän beim Schiedsrichter vorsprechen, um Rudelbildung zu vermeiden.

Gelbe und Rote Karten wurden im Fußball zur Weltmeisterschaft 1970 in Mexiko eingeführt. Die Gelb-Rote Karte mit kürzerer Spielsperre, eigentlich eine Kombination von Gelb und Rot, folgte 1991.