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"Werden den Teufel tun": Bayern trotzig - und realistisch

Thomas Tuchel in Leverkusen (Sascha Schuermann)
Thomas Tuchel in Leverkusen (Sascha Schuermann)

Nach der krachenden Niederlage in Leverkusen will man beim FC Bayern fortan vor allem auf die eigene Leistung schauen - echte Hoffnung auf Ausrutscher des Rivalen im Titelkampf ist allerdings kaum noch zu erkennen. "Wir werden den Teufel tun, die Flinte ins Korn zu werfen", sagte Bayerns Trainer Thomas Tuchel bei Sky nach dem 0:3, durch das Spitzenreiter Bayer Leverkusen auf fünf Punkte davonzog.

"Für uns verändert sich, klar, der Abstand", sagte Tuchel, "aber die Herangehensweise nicht. Wir müssen weitermachen und besser werden." Sportchef Christoph Freund analysierte die neue Faktenlage recht nüchtern. "Wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand, das ist Fakt", sagte der Österreicher: "Und Leverkusen macht es extrem stabil. Wir müssen auf uns schauen, darauf, dass wir wieder besseren Fußball spielen."

Nach den Eindrücken des 21. Spieltags spricht kaum noch etwas gegen die erste Meisterschaft in der Leverkusener Vereinsgeschichte - gerade aufgrund der Leistungen beider Teams im so wichtigen Duell. Leverkusen zeigte den vielleicht besten Auftritt in einer ohnehin starken Saison, die Münchner dagegen boten "die schlechteste Leistung am wichtigsten Tag", so zumindest sah es Nationaltorwart Manuel Neuer.

Lothar Matthäus, einst Führungsfigur beim Rekordmeister, sieht nur noch geringe Chancen für seinen langjährigen Klub. "Es war ein Klassenunterschied auf höchstem Niveau", sagte der Rekordnationalspieler in seiner Funktion als Sky-Experte. Die Champions League sei für die Bayern nach derzeitigem Stand "leichter zu gewinnen" als die Meisterschaft. Bayer Leverkusen sei "der Favorit" auf den Titel.