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Topspiel in Leverkusen: Bayern bangen um Neuer

Bayern-Trainer Thomas Tuchel (ALEXANDRA BEIER)
Bayern-Trainer Thomas Tuchel (ALEXANDRA BEIER)

Bayern München bangt vor dem Bundesliga-Gipfel beim Tabellenführer Bayer Leverkusen am Samstag (18.30 Uhr/Sky) weiter um Kapitän Manuel Neuer. "Er kriegt von uns Zeit bis Samstag um 17 Uhr", sagte Trainer Thomas Tuchel am Freitag, "dann sagt er entweder, es geht, oder Ulle (Sven Ulreich, d.Red.) steht im Tor."

Neuer plagte sich seit dem Duell mit Borussia Mönchengladbach (3:1) am vergangenen Samstag mit Kniebeschwerden. Am Abschlusstraining am Freitagnachmittag nahm der Routinier aber zunächst teil. Neuzugang Bryan Zaragoza (grippaler Infekt) dagegen fehlte laut Bild-Zeitung bei der Einheit.

Gegen Gladbach hatte sich auch Alphonso Davies am Knie verletzt, der Außenverteidiger fällt aus. Wieder planen kann Tuchel dagegen mit Joshua Kimmich, Dayot Upamecano und Min-Jae Kim. "Wenn nichts passiert", sagte der Coach, "sind alle im Kader und einsatzbereit."

Tuchel gab sich vor dem Gipfel äußerst kämpferisch. "Wir fahren nach Leverkusen, um den Spieß umzudrehen und die Karten auf den Tisch zu legen", sagte er. Das noch ungeschlagene Bayer spiele "eine sehr außergewöhnliche Serie, sie machen es überragend gut. Aber wir haben nur zwei Punkte weniger. Es gibt keinen Grund sich zu verstecken."

Der FC Bayern spiele in Leverkusen "auch gegen viele neutrale Fans an, gegen den Wunsch nach Veränderung" nach elf Meisterschaften in Serie. "Wir müssen uns zeigen", forderte Tuchel, "das ist der Moment! Es ist eine außergewöhnliche Gelegenheit. Es ist nicht der Moment, groß zu taktieren. Wir werden bereit sein, sie abzufordern und fahren nach Leverkusen, um zu gewinnen."

Die Chancen schätzt er als durchaus hoch ein. Leverkusen bewege sich "näher an ihrem Limit als wir, wir haben noch Luft nach oben - das ist der Moment, um den nächsten Schritt zu gehen. Sonst ist es nicht möglich, Leverkusen zu schlagen." Von den Kritikern werde Bayer "ein bisschen überhöht", ergänzte Tuchel. Auf "alle anderen", wie seine Bayern, würde eher "ein bisschen draufgehackt".