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Djokovic muss um Halbfinal-Einzug zittern

Hatte viel Redebedarf: Novak Djokovic (Tiziana FABI)
Hatte viel Redebedarf: Novak Djokovic (Tiziana FABI)

Topfavorit Novak Djokovic hat bei den ATP Finals in Turin überraschend seine erste Niederlage kassiert und muss um den zwölften Einzug ins Halbfinale beim Saisonabschluss zittern. Der Weltranglistenerste und sechsmalige Finals-Sieger aus Serbien unterlag Jannik Sinner (Italien) am Dienstagabend 5:7, 7:6 (7:5), 6:7 (2:7) und steht nun in seinem letzten Gruppenspiel gegen den polnischen Nachrücker Hubert Hurkacz unter Druck.

Sinner hat nach seinem zweiten Sieg in Turin und dem ersten Erfolg im vierten Duell mit Djokovic das Halbfinale dicht vor Augen. Im abschließenden Match gegen Boris Beckers Schützling Holger Rune (Dänemark) kann der Südtiroler seinen ersten Einzug unter die besten vier beim Saisonfinale perfekt machen.

Vor Djokovics Niederlage hatte Rune in Turin Kurzarbeit geleistet. Vor den Augen Beckers, der danach auch Runes nächsten Gegner Sinner gegen Djokovic aufmerksam studierte, profitierte der 20 Jahre alte Däne von der Aufgabe des am Rücken verletzten Griechen Stefanos Tsitsipas. Schon nach 17 Minuten war die Partie beim Stand von 2:1 für Rune beendet.

Tsitsipas, der sein erstes Spiel gegen Sinner 4:6, 4:6 verloren hatte, erklärte später seinen Rückzug vom Turnier. "Ich habe mein Bestes getan, um für das Match fit zu werden. Aber es hat nicht gereicht", sagte der Finals-Sieger von 2019.

Für Tsitsipas bestreitet Hurkacz den Gruppenabschluss, ins Halbfinale kann Hurkacz nicht mehr einziehen. Aus den beiden Vierergruppen qualifizieren sich jeweils die beiden Bestplatzierten für das Halbfinale.

Rune war dem abrupten Spielende mit den Gedanken bei seinem Gegner. "Es war sehr unglücklich", sagte er: "Wir konnten alle in seinem ersten Aufschlagspiel schon sehen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ich wünsche ihm alles Gute." Bereits 2021 hatte Tsitsipas beim Saisonabschluss der acht Jahresbesten verletzungsbedingt aufgeben müssen.

Olympiasieger Alexander Zverev, der das Turnier 2018 und 2021 gewonnen hatte, ist nach seinem Auftaktsieg gegen Wimbledonchampion Carlos Alcaraz (Spanien) am Mittwochabend (21.00 Uhr/alle Sky) wieder gefordert. Dann trifft der Hamburger bereits zum sechsten Mal in diesem Jahr auf Daniil Medwedew, nur einmal konnte er den Russen dabei bezwingen.