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TTBL: Kirill Gerassimenko als deutscher "Angstgegner"

Angstgegner der deutschen Asse: Kirill Gerassimenko (JUNG YEON-JE)
Angstgegner der deutschen Asse: Kirill Gerassimenko (JUNG YEON-JE)

Werder Bremens Tischtennis-Profi Kirill Gerassimenko avanciert für die deutschen Nationalspieler zum "Angstgegner des Jahres". Als drittes Ass aus Deutschlands Topquartett binnen 31 Tagen musste sich Patrick Franziska von Bundesliga-Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken beim 3:1 im Punktspiel der Champions-League-Sieger gegen Bremen dem kasachischen Powerplay-Spieler geschlagen geben. Gerassimenko gewann gegen den WM-Dritten im Doppel trotz zweimaligen Satzrückstands 3:2.

"Er spielt seit der Team-WM im vorigen Monat einfach sehr, sehr gut - auch in unserem Spiel. Da hatte er am Ende auch den längeren Atem", lobte Top-20-Spieler Franziska im SID-Gespräch seinen Bezwinger. Vor Wochenfrist hatte "Franz" beim Grand Smash in Singapur immerhin Chinas ikonischen Olympiasieger und mehrfachen Weltmeister Ma Long besiegt.

Gerassimenkos Formhoch hatten bei der Mannschafts-WM im vergangenen Februar in Busan auch andere Nationalspieler bereits zu spüren bekommen. Sowohl Europameister Dang Qiu als auch Franziskas WM-Doppelpartner Dimitrij Ovtcharov verloren bei Deutschlands 3:2-Vorrundensieg gegen Kasachstan ihre Duelle mit dem 27 Jahre alten Gewinner des WTT-Feeder-Turniers zu Jahresbeginn in Corpus Christi.

Mit einer makellosen Gesamtbilanz von neun Siegen verbuchte der Wahl-Bremer in Südkorea auch die beste Erfolgsquote aller WM-Spieler - besser sogar als das Ergebnis aller chinesischen Titelgewinner.

Seit Jahresbeginn feierte nur ein einziger deutscher Star einen Sieg über Gerassimenko: Timo Boll. Gegen den 43-Jährigen von Meister Borussia Düsseldorf unterlag der Rechtshänder Ende Februar im ersten Match nach der WM bei Bremens 0:3 in vier Sätzen.

"Mir fehlt in Spielen gegen die Deutschen nur noch ein Sieg gegen Timo. Aber ihm fällt immer wieder noch etwas Neues gegen mich ein", sagte Gerassimenko hinterher, meinte aber kämpferisch: "Vielleicht klappt es beim nächsten Mal."

Doch schon jetzt hat der Top-50-Spieler durch den Erfolg über Franziska den Ruf als "Deutschlands Angstgegner" vorerst sicher.