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Matthäus rechnet mit BVB ab

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hat nach der jüngsten Niederlage des Vizemeisters BVB beim VfB Stuttgart scharfe Kritik geübt.

„Das ist keine Mannschaft, die zurzeit in Dortmund auf dem Platz steht. Da spielt jeder für sich selbst. Es sind alles Nationalspieler, was sie nicht wegen eines guten Haarschnitts oder guter Kleidung geworden sind, sondern, weil sie super Fußball spielen können. Das beweisen sie aber zurzeit nicht auf dem Platz“, schimpfte Matthäus bei Sky90.

Dieses Problem müsse nun Borussia Dortmunds Coach Edin Terzic lösen: „Er verteidigt die Spieler nach außen, was völlig normal ist. Ich glaube allerdings, dass er intern die Sachen anspricht, die wir in den letzten Spielen sehr häufig gesehen haben.“

Immerhin sei der BVB in die Saison mit dem Ziel gegangen, Meister zu werden. Nun beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Bayer Leverkusen jedoch bereits zehn Punkte, auf den FC Bayern sind es acht Zähler.

Doch für Matthäus sind es „nicht nur die Punkte - in der Bundesliga haben sie mehr Punkte geholt, als ihre Leistungen es verdient hätten. Ich war beim ersten Spiel gegen Köln im Stadion. Da war Köln, die jetzt auf dem vorletzten Platz stehen, die bessere Mannschaft.“

Matthäus: BVB “funktioniert nicht als Mannschaft“

Am Samstag hatte Dortmund 1:2 beim VfB Stuttgart verloren und dabei noch Glück gehabt, dass Torwart Gregor Kobel Schlimmeres verhinderte und Stuttgart zahlreiche Chancen nicht nutzen. Zuvor hatte es im Spitzenspiel zu Hause gegen Bayern München ein 0:4-Debakel gegeben.

Matthäus fand auch das schmeichelhaft: „Im eigenen Stadion 0:4 gegen Bayern zu verlieren, ist schon mal hoch. Aber es hätte auch 0:8 oder 1:8 ausgehen können. Sie funktionieren nicht als Mannschaft.“ Er spekuliert, ob womöglich die vergebene Meisterschaft noch in den Köpfen hängt.

Für ihn war jedenfalls die Leistung nun „zweimal hintereinander schlecht. Unterirdisch.“

Zumindest in der Champions League zeigte der BVB bei zwei Siegen gegen Newcastle United (1:0 und 2:0) eine gute Leistung - doch Licht und Schatten wechseln sich bei den Dortmundern zu oft ab.