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Virkus fordert nach Spielunterbrechung Dialog mit den Fans

Roland Virkus ist bereit für den Dialog (INA FASSBENDER)
Roland Virkus ist bereit für den Dialog (INA FASSBENDER)

Sportdirektor Roland Virkus hat nach der 13-minütigen Spielunterbrechung im Heimspiel von Borussia Mönchengladbach alle Klubs und die Liga zum Dialog mit den Fans aufgefordert. "Es hilft nichts, sich jetzt gegenseitig Vorwürfe zu machen, sondern man muss reden. Wir in Gladbach sind schon in einem sehr guten Austausch mit der aktiven Fanszene", sagte Virkus nach dem 0:0 gegen Darmstadt 98.

Nach einer halben Stunde waren aus der Gladbacher Nordkurve Tennisbälle auf den Rasen geflogen, auf einem Spruchband war zu lesen: "Borussia hör endlich auf deine Fans! Nein zum Ligainvestor!" Gladbach hatte auf der Abstimmung der Deutschen Fußball Liga (DFL) dafür gestimmt, den Weg für einen Investor frei zu machen.

Virkus sah die Proteste auch wegen der guten Kommunikation mit den eigenen Fans eher nicht gegen die Borussia gerichtet. "Ich glaube, dass man sich solidarisiert hat mit allen anderen Fangruppen und dass wir damit gar nicht gemeint sind", sagte Virkus und fügte in Richtung der aktiven Fans an: "Trotz alledem muss man akzeptieren, wenn eine Mehrheit vielleicht eine andere Meinung hat. So sehen wir das als Klub."

Die Gladbacher Fanszene hatte vor dem Spiel einen Offenen Brief an die Borussia veröffentlicht, der von 169 Gruppierungen unterschrieben worden war. Darin hieß es: "Wir fordern den Verein dazu auf, dass er sich für einen endgültigen Stop des Einstiegsprozesses oder zumindest eine neue und nicht-geheime Wahl einsetzt."

Aus sportlicher Sicht kritisierte Virkus, dass durch die Unterbrechung der Spielfluss gestört worden sei. "Das stört natürlich die Abläufe. Wenn du dann eine Viertelstunde, 20 Minuten draußen stehst, wirst du kalt. Die Jungs wollen Fußball spielen, und deswegen ist das erst mal nicht gut", sagt er: "Dennoch ist es so, dass wir in einer Demokratie sind, und dann darf auch jeder seine Meinung sagen."