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Volleyball: Sattler verteidigt Punktabzug für Potsdam

Potsdam wurden sechs Punkte abgezogen (IMAGO/Sandy Dinkelacker)
Potsdam wurden sechs Punkte abgezogen (IMAGO/Sandy Dinkelacker)

Daniel Sattler kann das Unverständnis des Volleyball-Bundesligisten SC Potsdam über den im Rahmen des laufenden Lizenzierungsverfahrens erhaltenen Punktabzug nicht verstehen. "Wenn sie die Stuttgarter und Schweriner fragen, sagen diese, dass die Strafe viel zu mild ausgefallen ist", sagte der VBL-Geschäftsführer im SID-Gespräch: "Wir hätten uns durchaus vorstellen können, hier auch noch ein höheres Strafmaß auszusprechen."

Dafür fehle der VBL "allerdings im Sanktionskatalog die Möglichkeiten. Daher hat der Lizenzierungsausschuss Vorschläge vorgelegt, wie man diesen zukünftig erweitern sollte", erklärte Sattler weiter.

Am Freitag hatte die Liga Strafen gegen drei Klubs bekannt gegeben. Neben "finanziellen Sanktionen" wurden Potsdam sechs Punkte abgezogen. Der Vizemeister war im Sommer nach einer Betrugsaffäre in Geldnot geraten, profitierte dann von der Einräumung zusätzlicher Nachfristen.

"Die Potsdamer haben in der laufenden Saison alle Auflagen und Bedingungen erfüllt", erklärte Sattler: "Und deswegen fühlt sich für sie dieser Punktabzug, der auf die letzte Saison gerichtet ist, nicht richtig an." Er könne den Vorwurf "aber natürlich nicht teilen, sonst wären wir zu einem anderen Urteil gekommen".

Es seien schließlich "Strafen, die darauf ausgerichtet waren, die sportliche Chancengleichheit bestmöglich wiederherzustellen", sagte der Liga-Geschäftsführer: "Und natürlich haben Strafen immer eine generalpräventive, eine abschreckende Funktion."