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Wasserverschmutzung: Gesundheitssorgen vor 169. Boat Race

Im Vorjahr wurde der Steuermann ins Wasser geworfen (BEN STANSALL)
Im Vorjahr wurde der Steuermann ins Wasser geworfen (BEN STANSALL)

Hunderttausende begeisterte Briten am Ufer der Themse, eine Insel im Ausnahmezustand - doch eine Tradition fällt beim legendären Ruderduell der Universitäten Cambridge und Oxford diesmal wohl ins Wasser. Das Gewinnerteam, so war es zuletzt immer, sprang ins Gewässer oder warf seinen Steuermann nach dem Erfolg hinein. Bei der diesjährigen Ausgabe des prestigeträchtigen Boat Race könnte jedoch alles anders werden - Grund dafür ist eine Gesundheitswarnung.

Bei Wasseruntersuchungen der Initiative River Action entlang der etwa 6,8 km langen Strecke zwischen Putney und Mortlake wurden hohe Werte von E.coli-Bakterien, die zu gesundheitlichen Problemen führen können, festgestellt. Die Organisatoren bestätigten dem britischen Guardian jedoch, dass das 78. Frauenrennen und der 169. Männerlauf wie geplant stattfinden werden.

Die Organisatoren gaben dennoch neue Sicherheitshinweise für das Ruder-Spektakel am Samstag (16.46 Uhr) heraus. Darin wird unter anderem davor gewarnt, ins Wasser zu gehen. Die Teams wurden auch darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, Schnitte, Schürfwunden und Blasen mit wasserfesten Verbänden zu versorgen, darauf zu achten, kein Flusswasser zu verschlucken und die gesamte Ausrüstung gründlich zu reinigen.

Die sportlichen Schlagzeilen gerieten dadurch in den Hintergrund. Im vergangenen Jahr hatten die "Light Blues" beide Achter-Klassen gewonnen, auch in der Gesamtwertung liegt Cambridge bei den Männern mit 86:81 Siegen vor den "Dark Blues" aus Oxford (bei einem toten Rennen). Bei den Frauen steht es 47:30 für Cambridge. Aus deutscher Sicht sitzen Elias Kun (Oxford) und Carina Graf (Cambridge) in diesem Jahr in den Booten.