Wegen Heim-EM: Grenzkontrollen ab Freitag möglich

Setzt auf Grenzkontrollen: Nancy Faeser (TOBIAS SCHWARZ)
Setzt auf Grenzkontrollen: Nancy Faeser (TOBIAS SCHWARZ)

Im Zuge des Sicherheitskonzepts für die Fußball-Europameisterschaft sind ab Freitag Kontrollen an allen deutschen Grenzen möglich. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, können Überprüfungen auch an den Grenzen zu Dänemark, Frankreich und den Benelux-Staaten erfolgen, an denen bisher keine Grenzkontrollen stattfanden. Dazu können Reisende im Schengen-Raum auch im Flugverkehr und in Häfen kontrolliert werden.

"Damit wollen wir vor allem Gewalttäter früh erkennen und stoppen. Der Bundespolizei bin ich für den großen Kraftakt sehr dankbar. Unsere flexiblen und vorübergehenden Kontrollen werden dabei den Reiseverkehr und Pendlerinnen und Pendler so wenig wie möglich belasten", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser im Vorfeld des Turniers (14. Juni bis 14. Juli). Die Maßnahmen gelten bis zum 19. Juli, Reisende sind aufgefordert, gültige Dokumente mitzuführen.

Die Sicherheit habe "höchste Priorität", sagte Faeser, die unterschiedliche Bedrohungen während der EM sieht. "Wir wappnen uns mit maximalem Einsatz der Sicherheitsbehörden gegenüber allen denkbaren Gefahren. Unser Fokus reicht von der Bedrohung durch islamistischen Terror, über Hooligans bis hin zu Cyberangriffen", sagte die SPD-Politikerin.