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Wellinger in Willingen nur auf Rang 17 - Forfang siegt

Fiel zurück: Andreas Wellinger (KERSTIN JOENSSON)
Fiel zurück: Andreas Wellinger (KERSTIN JOENSSON)

Skispringer Andreas Wellinger hat beim Heimweltcup in Willingen seinen dritten Podestplatz in Folge klar verpasst. Der 28-Jährige musste sich im hessischen Dauerregen mit Rang 17 begnügen und war damit hinter Stephan Leyhe (15.) nur zweitbester Deutscher. Gewinner wurde der Norweger Johann Andre Forfang, dem im zweiten Durchgang mit 155,0 ein Schanzenrekord gelang.

Wellinger lag nach 138,5 m im ersten Durchgang noch auf Rang sieben, fiel vor 23.500 Fans mit 125,5 m aber noch weit zurück. Erstmals in dieser Saison lag damit kein DSV-Adler in den Top Ten.

Einziges Trostpflaster: Wellinger verkürzte mit jetzt 851 Punkten zumindest seinen Rückstand im Gesamtweltcup auf den führenden Stefan Kraft (1089). Der Österreicher verpasste als 39. völlig überraschend den zweiten Durchgang.

Nicht zu schlagen war Forfang, der erst am Freitag in der Qualifikation mit 153,5 m den Schanzenrekord egalisiert hatte. Beim ersten norwegischen Sieg der Saison lag er vor Vierschanzentournee-Sieger Ryoyu Kobayashi aus Japan und seinem Landsmann Kristoffer Eriksen Sundal.

Neben Lokalmatador Leyhe, der 2020 auf der Mühlenkopfschanze seinen bislang einzigen Weltcupsieg gefeiert hatte, und Wellinger schaffte nur ein weiterer DSV-Adler den Sprung in den zweiten Durchgang. Pius Paschke (Kiefersfelden) lag als 26. aber deutlich zurück.

Der Wettkampf war geprägt von zahlreichen Überraschungen. So führte Antti Aalto nach dem ersten Durchgang und durfte eine Stunde lang vom ersten finnischen Weltcupsieg seit mehr als zehn Jahren träumen. Am Ende landete Aalto auf Rang 14.

Zahlreiche Topstars verpassten den zweiten Durchgang, darunter auch der neue Skiflug-Weltmeister Kraft. Den Routinier ereilte dieses Schicksal erstmals seit November 2020. Auch die Polen Kamil Stoch und Piotr Zyla sowie der Slowene Timi Zajc schieden vorzeitig aus. Zajc war vor einem Jahr in Willingen nach einem grotesken Flug auf 161,5 Meter - achteinhalb über Schanzenrekord - gestürzt.

Das DSV-Team erlebte insgesamt ebenfalls einen schwarzen Tag: Für Philipp Raimund (Oberstdorf), den ehemaligen Willingen-Sieger Karl Geiger (Oberstdorf) und Felix Hoffmann (Goldlauter) war auf den Rängen 31, 33 und 35 vorzeitig Endstation.