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Wesemann und Lube verpassen Olympia-Ticket

Wesemann (Foto) startet im Synchronspringen mit Lube (PHILIP FONG)
Wesemann (Foto) startet im Synchronspringen mit Lube (PHILIP FONG)

Die Wasserspringer Moritz Wesemann und Alexander Lube haben bei der Schwimm-WM in Doha eine Medaille und den erhofften Quotenplatz für die Olympischen Spiele in Paris verpasst. Das Duo kam im Synchronwettbewerb vom 3-m-Brett am Sonntag mit 328,62 Punkten nur auf Rang 16 und vergab damit die letzte Chance in dieser Disziplin auf ein Olympia-Ticket.

Nach drei von sechs Runden hatten Wesemann (Halle) und Lube (Aachen) noch auf dem dritten Rang gelegen, rutschten nach einem Patzer von Lube im vierten Sprung im Ranking jedoch ab. "Es tut natürlich sehr weh, es wäre auf jeden Fall möglich gewesen. Man hätte keine besonders gute Leistung bringen müssen, sondern einfach konstant durchspringen müssen. Aber das ist der Sport, das passiert und das muss man abhaken", sagte Wesemann.

"Da kann man nichts machen, es ist passiert. Wir haben mit deutlich besserer Qualität trainiert", ergänzte Lube. Bundestrainer Christoph Bohm erklärte, dass sein Fazit "ernüchternd, bescheiden" ausfalle: "Einfach enttäuschend." Doch man müsse den Schalter nun "relativ schnell wieder umlegen", betonte der Coach: "Es bringt jetzt nichts, ins Tal der Tränen zu fallen, sondern wir müssen nach vorne schauen, wir haben noch viele Disziplinen."

Gold ging an die Titelverteidiger Daoyi Long und Zongyuan Wang aus China (442,41 Punkte), Silber holten die Italiener Lorenzo Marsaglia und Giovanni Tocci (384,24), Bronze ging an die Spanier Adrian Abadia und Nicolas Garcia (383,28).

Vor den Wettkämpfen in der Hauptstadt von Katar hatte DSV-Leistungssportdirektor Christian Hansmann noch betont, dass es "keine Medaillenvorgabe" gebe. Wichtig seien die Quotenplätze, die verbleibenden sieben von zwölf wolle man "noch erringen, um in Paris in allen Disziplinen vertreten zu sein".

Für die weiteren Wettkämpfe in Doha ist Bohm aber "zuversichtlich". Mit Blick auf die Quotenplätze sei das "Ziel ab jetzt elf von zwölf" zu holen, erklärte der Bundestrainer. Fünf hatten die DSV-Wasserspringer bereits vor der WM sicher.