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Windige Wasserspiele: Rennabbruch in Bansko

Linus Straßer beim Slalom in Bansko (IMAGO/GEPA pictures/ Harald Steiner)
Linus Straßer beim Slalom in Bansko (IMAGO/GEPA pictures/ Harald Steiner)

Schnee und Regen, dazu irregulär viel Wind: Der Weltcup-Slalom im bulgarischen Bansko wurde am Sonntag nach 31 Startern abgebrochen. Die äußeren Umstände am Fuße des Piringebirges ließen kein faires Rennen zu.

"Es ist ein Outdoor-Sport, das gehört dazu, aber es ist auf jeden Fall grenzwertig", sagte Shootingstar Linus Straßer nach seinem Lauf und Zwischenrang sieben in der ARD: "Es regnet wie die Sau, dazu der Wind - das liegt nicht in meiner Kraft." Nach dem Abbruch ergänzte er: "Es war ein Startnummernrennen, keine Frage."

Ursächlich für die Absage war die schlechte Sicht. "Die Entscheidung ist zwiespältig", sagte der deutsche Cheftrainer Christian Schwaiger, "man hätte sie früher treffen sollen, nicht erst nach den Top 30. Die Athleten wollten den zweiten Durchgang fahren, weil es kein Sicherheitsthema und die Piste super war."

Allerdings litt Straßer wie zahlreiche andere Athleten unter den widrigsten Verhältnissen. Als der Münchner mit der ungünstigen Nummer 7 ins Rennen ging, war die Piste von Schnee und Regen schon stark aufgeweicht. Als Siebter hatte er 1,40 Sekunden Rückstand auf den führenden Olympiasieger Clement Noel aus Frankreich. Sebastian Holzmann war zum Zeitpunkt des Abbruchs 19. (+3,47).

"Es war kein schlechter Lauf", sagte Straßer, "aber du kommst nicht richtig vom Fleck, weil du an die Spur gebunden bist. Das heißt, du fährst mehr Weg." Und das kostet Zeit. Eine bessere Position war so nicht mehr möglich.

Die Athleten mit den niedrigsten Startnummern waren klar im Vorteil. Noel hatte die 2, der Norweger Timon Haugan, der als Erster auf die Piste gegangen war, lag direkt hinter ihm.