Zalando senkt Prognose aufgrund sinkender Nachfrage

(Bloomberg) -- Zalando SE, einer der größten Online-Modehändler Europas, senkte am späten Mittwoch seine Umsatzprognose für 2023 aufgrund einer schwachen Nachfrage. Das Berliner Unternehmen warnte, dass sich die Flaute im restlichen Jahr fortsetzen wird.

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Der Bruttowarenwert, eine Schlüsselkennzahl für E-Commerce-Plattformen, könnte in diesem Jahr um bis zu 2% sinken — was deutlich unter den Schätzungen der Analysten liegt. Zalando hatte zuvor mit einem Plus von bis zu 7% gerechnet. Der Umsatz soll um etwa 0,5% bis 3% schrumpfen.

An der Prognose für den Gewinn vor Zinsen und Steuern hielt Zalando fest und sagte, es sei weiterhin einem “Weg des profitablen Wachstums“ verpflichtet.

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Zalando hat in diesem Jahr ein Drittel seines Wertes verloren, da die Sorge um die Zukunft des Online-Modegeschäfts zunimmt. Einst war der europäische Handelsriese knapp 30 Milliarden Euro wert, jetzt bringt er noch knapp 6 Milliarden Euro auf die Waage. Im Juli beschrieb der Bernstein-Analyst William Woods das Unternehmen als “anachronistisch“ und warnte davor, dass es seine langfristigen Ziele wahrscheinlich nicht erreichen werde, da große Modemarken beim Online-Verkauf aufholen würden.

Der Ausblick droht den ansonsten soliden Gewinnanstieg im dritten Quartal zu überschatten. Zalando meldete für das Quartal einen bereinigten Gewinn von 23,2 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen der Analysten bei Weitem. Auch der Umsatz übertraf die Prognosen.

Überschrift des Artikels im Original:Online Fashion Retailer Zalando Cuts Guidance as Demand Slumps

--Mit Hilfe von Aggi Cantrill.

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