Im Zeichen des Abschieds: Frankfurt sichert Platz sechs

Ekitike trifft für die Eintracht (IMAGO/Revierfoto)
Ekitike trifft für die Eintracht (IMAGO/Revierfoto)

Happy End und kuriose Unterbrechung: Eintracht Frankfurt hat seine Publikumslieblinge Makoto Hasebe und Sebastian Rode gebührend verabschiedet und sich Platz sechs gesichert. Am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga reichte der SGE ein 2:2 (0:1) gegen RB Leipzig. Die Eintracht hat den Einzug in die Europa League sicher.

Die Tore von Hugo Ekitike (60.) und Omar Marmoush (77., Foulelfmeter nach Videobeweis) egalisierten den Rückstand durch den Leipziger Foulelfmeter von Xavi Simons (42.) und das Tor von Benjamin Sesko (46.).

Rode und Hasebe, die zusammen 578 Pflichtspiele für Frankfurt bestritten, bekamen in ihrem letzten Karrierespiel den gewünschten Abschluss. Beide wurden von Trainer Dino Toppmöller Sekunden vor Abpfiff und tosendem Jubel eingewechselt.

Um sogar das Königsklassen-Abenteuer noch zu wiederholen, drückt ganz Frankfurt nun Borussia Dortmund die Daumen. Sollte der BVB das Champions-League-Finale in London gegen Real Madrid am 1. Juni gewinnen, rückt die SGE als sechster deutscher Starter nach.

Toppmöller hatte vor der Partie eine gute Leistung seines Teams gefordert, damit Kapitän Rode und Dauerbrenner Hasebe bei ihrem Abschied "das bekommen, was sie verdienen". Im Kampf um Platz sechs wollte er "unsere Hausaufgaben machen und nur auf uns schauen", hatte der Coach angekündigt.

Frankfurt trat konzentriert und zweikampfstark auf und arbeitete sich in die Partie. Ekitike (15.) aus der Distanz und Marmoush (16., 21.) hatten die ersten Chancen der überlegenen Eintracht.

Die spielerische Klasse der Leipziger blitzte nur selten auf, doch ein Dribbling von Simons reichte zur Führung. Mario Götze erwischte den Youngster unglücklich mit einer Grätsche im Strafraum, Simons selbst traf vom Punkt zur Führung. Nach der Pause wurden die Gastgeber erneut kalt erwischt. Nicolas Seiwald schickte Sesko in die Tiefe, der von der Strafraumgrenze wuchtig ins Tor traf.

Dann wurde es kurios: Die Partie wurde zwischenzeitlich unterbrochen, weil der Videowürfel im Stadion plötzlich ausfiel und Wasser absonderte. Schiedsrichter Felix Zwayer pfiff in der 52. Minute kurzzeitig ab, nachdem der Würfel kurz heruntergelassen wurde, ging es nach etwa sieben Minuten weiter.

Und zwar ähnlich kurios, denn nur Sekunden nach Wiederanpfiff verkürzte Ekitike mit einem Kopfball. Im Gegenzug hatte Frankfurt Glück, Tuta traf mit einer misslungenen Rückgabe den eigenen Pfosten, wenige Sekunden später schoss auch Eljif Elmas ans Aluminium (65.). Dann legte Henrichs Marmoush im Strafraum, Zwayer sah sich die Szene noch einmal an und gab den Elfmeter, den Marmoush verwandelte.